Kategorie: Dokfilminfo – Dokutipps

Szene »Dieses schöne Scheißleben« © Flying Moon Filmproduktion GmbH

TV-Tipp 28.10.: Mexiko – die Frau, die Musik, der Tod

Es gibt da mehr als nur eine Mauer, wenn man an Mexiko denkt. Zum Beispiel gibt es eine Kultur, die sowohl ästhetisch, als auch politisch ist. Und es gibt den Tod, der in Mexiko nichts Engültiges hat. Und es gibt die Musik. Doris Dörries Dokumentarfilm »Dieses schöne Scheißleben« von 2014 handelt von einer weiblichen Mariachi in Mexiko auf der Suche nach dem persönlichen Glück und ihren Kampf gegen Machismo. Der Film war unter anderem für den Deutschen Dokumentarfilmpreis 2015 nominiert. Phoenix zeigt ihn am Samstagabend.

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Bild eines Mannes an einem Ufer mit Fahne

»Nowa Amerika«

»Den Aufbruch wagen« – so hat die Redaktion »Junger Dokumentarfilm« die 17. Staffel dieser vom Südwestrundfunk ausgestrahlten Reihe überschrieben. Eine Formulierung, die wunderbar passt zu »Nowa Amerika«, den Film, den der SWR am 11.10.17  in Erstausstrahlung zeigte, kann man bis 17. Oktober 2017 in der SWR-Mediathek abrufen. Kristof Kannegießer von der Filmakademie Baden-Württemberg erkundet darin ein nicht reales, aber dennoch existentes Land zwischen Polen und Deutschland. Ein Projekt der Fantasie, ein utopisch-politischer Prozess über die Realität des Unvorstellbaren und eine Selbsterfahrungsstunde zum Heimatgefühl. Eine Reise in das unbekannte Land namens Heimat.

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Szene aus »Im Netze der Lügen - Falschmeldungen im Internet« © ZDF/Janett Kartelmeyer

TV-Tipp: Das »Netz der Lügen« aus zwei Blickwinkeln

Zwei aktuelle Dokumentationen – die erste am Donnerstagabend bei ZDFinfo und am Montag, den 31. Juli, die andere im Ersten – beschäftigen sich mit dem gleichen Thema unter fast identischen Überschriften: »Im Netz der Lügen – Falschmeldungen im Internet« von Mario Sixtus und »Im Netz der Lügen – Der Kampf gegen Fake-News« von Claus Hanischdörfer beschreiben Filterblasen, Fehlinformationen und gezielte Fake-News-Attacken, die durch das Internet zu Gefahren aufgeblasen werden. Unser soziales Zusammenleben im »real life« wird durch solche Lügengeschwüre erschweren und gefährden. Wer beide Filme ansieht, ist bestens informiert. Nur, wer will sich schon informieren, wo er doch schon alles weiß? Und sind das nicht eh alles Lügen?

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Szene aus »You Drive Me Crazy« © BR/Kloos & Co. Medien GmbH

»You Drive Me Crazy«

Humor findet man im Dokumentarfilm selten. Doch »You drive me crazy« ist richtig witzig – und das nicht nur für Fahranfänger. Denn Regisseurin Andrea Thiele und ihre Drehbuchautorin Lisa Jaspers hatten eine tolle Idee: Wie fühlt es sich an, wenn man in einem fremden Land noch einmal den Führerschein machen muss? Mit viel Gespür für Emotionen und die Unterschiede von Kulturen haben sie daraus den packenden Dokumentarfilm »You Drive Me Crazy« gemacht, den das Bayerische Fernsehen am Dienstagabend zeigte. Nun ist der Film bis zum 25. Juli in der BR-Mediathek abrufbar.

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Szene aus »O.J. Simpson: Made in America« © espn

TV-Tipps 13.-16.12.: Arte wiederholt »O.J. – Made in America«

Der deutsch-französische Sender Arte wiederholt vom 14. bis zum 16. Dezember 2017 den wohl wichtigsten Doku-Mehrteiler des Jahres – wenn auch in einer Zeit jenseits der Bettgrenze. Danach verbleibt die höchst sehenswerte Serie, die in diesem Jahr mit dem Doku-Oscar ausgezeichnet wurde, bis Ende des Jahres noch in der Arte-Mediathek. Manche Chancen bieten sich ein zweites Mal – und wenigstens dann sollte man sie ergreifen. 

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Foto: Szene aus »Raving Iran« © Christian Frei Filmproduktion

Preisträger »Raving Iran«: Dieser Film kann das Leben kosten

Die deutsche Filmemacherin Susanne Regina Meures ist für ihren in der Schweiz produzierten Dokumentarfilm »Racing Iran« im Rahmen der Verleihung des Deutschen Dokumentarfilmpreises 2017 mit dem Förderpreis des Hauses des Dokumentarfilms ausgezeichnet worden. Der mit 3000 Euro dotierte Förderpreis wurde zu großen Teilen mit einem Smartphone gefilmt, das in einer Hemd-Brusttasche eingenäht war.

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TV-Tipp 20.11.: Das Niesen der Kamerafrau

Was sieht der Zuschauer und was hat die Kamerafrau/der Kameramann gesehen? Was blieb unberücksichtigt von dem Zigfachen an Bildmaterial, das beim Drehen aufgenommen wurde? Wird das »Footage«-Archivmaterial jemals mehr sein als nur Bilder, die es nie in einen Film geschafft haben? Mit diesen Fragen hat sich Kirsten Johnson, die auf eine bald drei Jahrzehnte dauernde Karriere zurückblicken kann, anscheinend seit längerer Zeit beschäftigt. Ihr Film »Cameraperson« ist verdichtete Autobiografie und zugleich eine Beleg dafür, dass da mehr ist, als der Film zeigt. Arte präsentiert diesen vielfach preisgekrönten Dokumentarfilm in der Nacht zum Dienstag.

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