Autor: Thomas Schneider

„Ich liebe Print, ich liebe Online, ich liebe es, das Beste zwischen beiden Welten zu vereinen“, sagte Thomas Schneider über seine Arbeit. Ab 2009 war er für das HDF im Bereich Redaktion sowie PR/Marketing tätig. 2019 verstarb Schneider überraschend und viel zu früh.
Szene aus »Gestrandet« © NDR/Pandorafilm

»Gestrandet« in NDR Mediathek

»Hier dreht sich alles um Kühe.« Diese Erkenntnis steht am Anfang von Lisei Caspers Dokumentarfilm »Gestrandet«, der unter anderem beim 37.Max-Ophüls-Festival zu sehen war und den der NDR derzeit in seiner Mediathek anbietet. In Wirklichkeit dreht sich hier aber alles um fünf Flüchtlinge aus Eritrea, die auf 1500 Bewohner des ostfriesischen Dorfes Strackholt treffen. Ob die Integration gelingt?

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Szene aus »Die Rettung Palmyras« © Martin Papirowski

»Die Rettung Palmyras«

Manchen sind alte Gebäude völlig egal, andere sehen sie als wichtige Zeugen unserer Geschichte und Kultur an. Was die zeitweiligen Beherrscher der antiken Stadt Palmyra in Syrien mit der Weltkulturstätte in den letzten Jahren anstellten, geht aber weit über die Vorstellungskraft vieler hinaus. Da herrschten Fanatismus und rohe Gewalt. Wie kann »Die Rettung Palmyras« gelingen? Arte zeigt die Dokumentation bis 21. November 2017 in der Mediathek.

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Szene aus »Sewol – Die gelbe Zeit« © BR, HFF München

»Sewol – Die gelbe Zeit«

Es vergeht keine Sekunde in Minsu Parks Dokumentarfilm »Sewol – Die gelbe Zeit«, die nicht schmerzt.77 lange, qualvolle Minuten über den Tod von 304 Menschen – die meisten von ihnen Schulkinder auf einer lange erwarteten Schulreise – die beim Untergang der Fähre Sewol vor Südkorea im April 2014 ums Leben kamen. Ein Dokument des Unbegreiflichen, für das es dennoch Ursachen und Schuldige gibt. Bis 21. Mai 2018 in der NDR-Mediathek.

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Bild eines Mannes der einen Handstand auf einem Autodach macht

»Einfach loslassen«

Einer macht einen Kopfstand, ein anderer geht im Park über eine Slagline, der nächste lässt sich Wasser über die Hand laufen. »Einfach loslassen« ist der dritte Beitrag der diesjährigen Staffel Junger Dokumentarfilm im Südwestrundfunk. Und es ist der bisher persönlichste. Zu sehen gibt es Selbstverwirklichungsbilder mit Selbstreflektionstexten, aber auch eine Suche, die zum Ziel führt. Wer mitgeht, entdeckt einen Film, der zum Durchatmen einlädt.

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Bild mehrerer Personen die für ein Foto posieren

»Neben den Gleisen«

Der einfache Bürger – das scheinbar unbekannte Wesen. Wie man mit Stammtischgesprächen und Nebenbei-Interviews viel über das Denken, das Trinken und die Träume erfahren kann, zeigt Filmemacher Dieter Schumann (u.a. »Wadans Welt«, 2010) in seinem jüngsten Dokumentarfilm »Neben den Gleisen«. Der NDR zeigte den im April auch in den Kinos gelaufenen Film am 17.10.2017 in Erstausstrahlung. Nun ist er für ein paar Tage in der Mediathek abrufbar.

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Bild mehrerer Kinder

»Krieg und Spiele«

Karin Jurschick betrachtet das Thema Drohnen in ihrem Dokumentarfilm »Krieg und Spiele« aus vielen Perspektiven und sammelt viele Protagonisten zu einem wichtigen Diskurs über die Möglichkeiten der Luftüberwachung. 3sat zeigte den Film am 16.10.2017 in Erstausstrahlung und nun in der Mediathek des Senders. Wo endet das Videospiel, wo beginnt tödlicher Ernst? Bis wohin beschützen Drohnen unser Leben, ab wann werden sie zu Druckmitteln? Und wer entscheidet, was die Bilder zeigen – ob sie Krieg oder Spiele bringen?

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Szene aus »Gutenberg – Genie und Geschäftsmann« © Seppia/Mischief Films/G. Misc

»Gutenberg – Genie und Geschäftsmann«

Heute, im Zeitalter der eBooks, haben wir bedrucktes Papier ja scheinbar überwunden. Doch wo wären wir gelandet und wann wären wir dort hin gekommen, hätte Johannes Gutenberg sein Leben nicht einer irren Idee verschrieben: den Buchdruck. Finanziell war seine Innovation ein Desaster, kulturell der Aufbruch in die Aufklärung und der Türöffner zur Moderne. Der Dokumentarfilm »Gutenberg – Genie und Geschäftsmann« von Marc Jampolsky erzählt das – zu sehen bis 13. November 2017 in der Arte-Mediathek.

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Szene aus »Wurst mit Nebenwirkungen« © ZDF / Premières Lignes Télévision / Marc Boulay

»Wurst mit Hindernissen«

Na, dann also: »Guten Appetit«. Das muss man so sagen. Vielleicht noch: »Augen zu und durch!« Denn wer die Augen auflässt, wenn er in den saftigen Schinken und ins schmackhafte Wurstbrot beisst, läuft Gefahr, abgelenkt zu werden von der schönen rosa Farbe. Wieso ist die Wurst überhaupt so rosa – und ist das auch gesund? Das hinterfragt die französische Wissenschaftsdoku »Wurst mit Nebenwirkungen«, die 3sat am Donnerstagabend in Erstausstrahlung zeigt. Die Dokumentation entwickelt sich schnell zur investigativen Recherche gegen die Macht der Fleischlobby. Ein Kampf der mit Schweinehälften und anderen schweren Geschützen ausgefochten wird

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Bild eines Mannes an einem Ufer mit Fahne

»Nowa Amerika«

»Den Aufbruch wagen« – so hat die Redaktion »Junger Dokumentarfilm« die 17. Staffel dieser vom Südwestrundfunk ausgestrahlten Reihe überschrieben. Eine Formulierung, die wunderbar passt zu »Nowa Amerika«, den Film, den der SWR am 11.10.17  in Erstausstrahlung zeigte, kann man bis 17. Oktober 2017 in der SWR-Mediathek abrufen. Kristof Kannegießer von der Filmakademie Baden-Württemberg erkundet darin ein nicht reales, aber dennoch existentes Land zwischen Polen und Deutschland. Ein Projekt der Fantasie, ein utopisch-politischer Prozess über die Realität des Unvorstellbaren und eine Selbsterfahrungsstunde zum Heimatgefühl. Eine Reise in das unbekannte Land namens Heimat.

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Bild eines Flugzeuges

»Die Geiseln von Mogadischu«

»Eine Linienmaschine der Deutschen Lufthansa ist seit spätem Nachmittag in der Hand von Entführern.« So beginnt am 13. Oktober 1977 die Tagesschau. Der Deutsche Herbst hat seinen Siedepunkt erreicht. 91 Menschen sind in der Hand der Entführer. Fünf Tage später werden sie in Mogadischu befreit. Die SWR-Dokumentation »Die Geiseln von Mogadischu« versucht vor allem aufzuzeigen, was dies für die Überlebenden dieses Terroraktes bedeutet. Der Film ist bis zum 9. Oktober 2018 in der Mediathek von Das Erste abrufbar.

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