Fast bewegungslos sitzen sie im Dunkeln. Man hört nur ihre leisen, murmelnden Stimmen, die eines von zwei Worten sagen: »delete« oder »ignore«. 25.000 Mal an einem Tag, sagt einer der gefilmten Content Manager, entscheide er, was gelöscht oder ignoriert werde – was also im Falle des Durchwinkens weiter im Internet kursieren dürfe. Damit könne er ins Buch der Rekorde kommen, meint der Mann. In »The Cleaners« geht es allerdings nicht um fragwürdige Erfolge, sondern um viel mehr: Um ein monströses Datennetz und um den Horror des Menschseins in einer Welt, die sich in Bildern definiert. Einer der wichtigsten Dokumentarfilme dieser Tage.