Hier finden Sie Rezensionen zu Büchern, die sich mit Dokumentarfilmen oder zum Genre des Dokumentarfilms beschäftigen.
Als 25. Band der Buchreihe Close Up wird Ende April 2013 das neue Buch von Christian Hißnauer und Bernd Schmidt »Wegmarken des Fernsehdokumentarimus. Die Hamburger Schulen« im UVK-Verlag erscheinen. Dabei spannen sie einen Bogen über sechs Jahrzehnte deutscher Fernsehgeschichte, die der Norddeutsche Rundfunk (NDR) geprägt hat. Sie würdigen richtungsweisende Autoren mit ihren vielfältigen dokumentarischen Arbeiten. Daraus entstanden in Hamburg stilbildende Schulen.
In der vom HAUS DES DOKUMENTARFILMS und dem Verlag UVK herausgegebenen Buchreihe »Close up« ist als Band 26 nun »Robert Gardners Forest of Bliss« erschienen. Wie kaum ein zweiter Regisseur hat Gardner das Dokumentarische mit einer poetischen Formensprache verbunden. Die beiden Filmwissenschaftler Norbert M. Schmitz und Susanne Gupta stellen das Oeuvre des nordamerikanischen Regisseurs vor. Besonders interessant: Ein aktuelles Interview mit ihm gibt viele selbstreflektierende Einsichten in die »visuelle Poesie« dieses Künstlers.
Auf die Frage, was einen guten von einem schlechten Dokumentarfilm unterscheidet, hat es in den letzten Jahrzehnten kluge und anschauliche Antworten gegeben. Was aber ist überhaupt heute noch Dokumentation - in einer Zeit, in der vor allem im Fernsehen soviel Dokumentarisches zu stecken scheint wie nie zuvor. Doch was ist noch Doku in Docutainment, Doku-Fiktion, Doku-Soap oder Doku-Drama? In dem Buch "Spiel mit der Wirklichkeit" haben drei Autoren versucht, die doku-fiktionalen Fernsehformen einzuordnen, ihre Entstehung aufzuzeigen und ihre Wirkung zu bewerten.
Philosophie und Abstraktion im Dokumentarfilm hat im 20. Jahrhundert eine filmische Kunstform hervorgebracht, der sich nun ein ausführliches Buch widmet: der Essayfilm. Der Literaturwissenschaftler Sven Kramer und der Filmemacher und Publizist Thomas Tode haben für diesen Band eine vom HAUS DES DOKUMENTARFILMS unterstützte Tagung der Universität Lüneburg ausgewertet und die Erkenntnisse in eigenen Texten zusammengefasst. Das Ergebnis ist eine tiefgreifende Definition des dokumentarischen Autorenfilms.
Sie sind klein, leicht, praktisch und bei immer mehr Dokumentarfilmern sehr beliebt: Die Rede ist von kleinen Kameras (im Bild: die Ultra Flip HD). Die DV-Technik ermöglicht heute kosten- und materialsparende Recherche- und Dreharbeiten. Doch wie wirken sich die Consumermodelle auf Form und Inhalte der Filme aus? Ist die Technik vielleicht sogar weniger bestimmend, als es immer wieder beschworen wird? Dieser Frage ist Buchautor Jürgen K. Müller nachgegangen: "Große Bilder mit kleinen Kameras" ist ein Versuch, die Sichtweisen zu klären.
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