Neue Dokus – Kinostarts Januar 2026
NEUE DOKUS – Kinostarts vom 08. bis 29. Januar 2026
Vom 08.01.–29.01.26 laufen sieben Dokumentarfilme im Kino an. Mit dabei sind DAS FAST NORMALE LEBEN, ASTRID LINGREN – DIE MENSCHHEIT HAT DEN VERSTAND VERLOREN sowie HENRIETE UND GUIDO – EINE UNGEWÖHNLICHE LIEBESGESCHICHTE.
CHECKER TOBI 3 – DIE HEIMLICHE HERRSCHERIN DER ERDE
Regie: Antonia Simm
Kinostart: 08.01.2026
Im dritten „Checker Tobi“-Kinofilm geht Tobias Krell einer Frage aus seiner Kindheit nach: Wer hinterlässt die tiefsten Spuren im Erdreich? Um die Antwort darauf zu finden, reist der Reporter wieder um die Welt und spricht dabei sein Herzensthema an. Seine Spurensuche führt ihn an entlegene Orte wie den ostafrikanischen Inselstaat Madagaskar, zum norwegischen Spitzbergen im Arktischen Ozean und nach Mexiko. Mit jedem einzelnen Schritt, mit jeder Reise, mit jedem Abenteuer kommt er der herbeigesehnten Lösung immer näher, bis er schließlich entdeckt, was diese scheinbar unterschiedlichen Orte miteinander verbindet. Am Ende findet er die Antwort, die seinem achtjährigen Ich gefehlt hat.
https://www.youtube.com/watch?v=sPJ2Fc2A0IU
Buch & Regie: Antonia Simm mit: Tobi Krell, Marina Blanke, Theodor Latta; Kamera: Tobias Obermaier; Verleih: DIE FILMAGENTINNEN, Pandora Film; © 2026.
DAS FAST NORMALE LEBEN
Regie: Stefan Sick
Kinostart: 22.01.2026
Der Film beobachtet den Alltag von vier Mädchen einer Wohngruppe für Kinder und Jugendliche der Evangelischen Jugendhilfe Friedenshort. Über einen Zeitraum von zwei Jahren begleitet Regisseur Stefan Sick ihre Entwicklung durch Höhen und Tiefen und ihre Auseinandersetzung mit Betreuer:innen, pädagogischen Fachkräften, Eltern und Institutionen. Erwachsenwerden ist für Lena, Leni, Eleyna und Lisann stets eine emotionale Achterbahnfahrt, geprägt vom Wunsch nach Selbstbestimmung und dem tiefen Bedürfnis, wieder zu ihren Familien zurückkehren zu dürfen. Der Film verzichtet auf Schuldzuweisungen und ermöglicht einen authentischen Einblick in die Realität der Jugendhilfe. Dort läuft nicht immer alles reibungslos, dennoch wird sichtbar, wie Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern gelingen können.
https://www.youtube.com/watch?v=ez7RGxD92KQ
Buch & Regie: Stefan Sick; Kamera: Stefan Sick; Schnitt: Ina Tangermann, Stefan Sick; Producer: Ulla Lehmann, Andrea Roggon; Produzenten: AMA Film & SWR in Kooperation mit MFG Filmförderung Baden-Württemberg, © 2026.
WIR, DIE WOLFS
Regie: Santiago Oviedo
Kinostart: 22.01.2026
Der ecuadorianische Filmemacher Darío Aguirre, der seit seinem Studium der Visuellen Kommunikation in Hamburg lebt, dreht gerne Dokumentarfilme mit autobiografischen Bezügen. Das zeigen etwa FIVE WAYS TO DARÍO (2010), CÉSARS GRILL (2013) und IM LAND MEINER KINDER (2018). „In meinen Filmen ist meine Familie ein wiederkehrendes Element und häufig der Ausgangspunkt für die Erzählung“, sagt er. In seiner jüngsten dokumentarischen Arbeit WIR; DIE WOLFS bleibt er dieser kreativen Linie treu. Auslöser seiner Spurensuche im weiten Familienverband ist diesmal sein deutscher Ururgroßvater.
Mit erzählerischer Leichtigkeit widmet sich der Film komplexen Themen und universellen Sehnsüchten: Zugehörigkeit, Herkunft, Identität. Ein berührender Film über die hellen und dunklen Seiten einer Familie und eines Mannes, aber auch über eine koloniale Vergangenheit, die bis heute nachwirkt.
https://www.youtube.com/watch?v=q-K8gzcdQKE
Buch & Regie: Santiago Oviedo; Kamera: Darío Aguirre; Schnitt: Darío Aguirre, Santiago Oviedo; Produzent:innen: Darío Aguirre, Stephanie Tonn; Produktion: Tiempo Filmproduktion GmbH & Co. KG; der Verleih wird gefördert von MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein; Verleih: barnsteiner-film, © 2025.
ASTRID LINGREN – DIE MENSCHHEIT HAT DEN VERSTAND VERLOREN
Regie: Wilfried Hauke
Kinostart: 22.01.2026
ASTRID LINDGREN – DIE MENSCHHEIT HAT DEN VERSTAND VERLOREN nähert sich der Autorin auf neue Weise; der Film widmet sich ihren Tagebüchern, die zwischen 1939–1945 entstanden sind und erzählt von der noch unbekannten Astrid Lindgren als Chronistin des Zweiten Weltkriegs.
Die erst 2015 veröffentlichten und in mehr als 20 Sprachen übersetzen Kriegstagebücher von Astrid Lindgren lagen 70 Jahre lang in ihrem Schlafzimmer im Wäscheschrank verborgen. Sie sind eine einzigartige Dokumentation vom Schrecken der Diktatur und des Terrors aus der Sicht einer Mutter und frühen Feministin und appellieren leidenschaftlich an Mitmenschlichkeit, Frieden und Gleichberechtigung.
Der Film erzählt mit dokumentarischen und szenischen Bildern aus der Sicht von Astrid Lindgren und ihrer Tochter Karin, ihrer Enkelin Annika und ihrem Großenkel Johan anhand der Kriegstagebücher die wahre Geschichte hinter dem Erfolg der Weltautorin. Dabei gehen die Nachkommen bei der Lektüre und in Gesprächen miteinander auch den schmerzhaften Ereignissen im privaten Leben Astrid Lindgrens nach.
https://www.youtube.com/watch?v=4-4eOP2meW0
Buch & Regie: Wilfried Hauke; Footage-Script: Hermann Pölking-Eiken; Kamera: Caroline Troedsson, Clas Elofsson, Sabine Panossian; Schnitt: Friederike Dörffler; Produzent*innen:Wilfried Hauke und Iris Sommerlatte; Redaktion: Claudia Cellarius (NDR/ARTE); Mikael Österby, Anna Klara Weingarten (SVT); Fredrik Færder (NRK); Produktion: IDA Film & TV Produktion; Gefördert von: nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen, Deutscher Filmförderfonds, Creative Europe Media, MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, Film i Skåne; beteiligte Sender: NDR/ARTE, SVT, NRK; © 2026.
HENRIETE UND GUIDO – EINE UNGEWÖHNLICHE LIEBESGESCHICHT
Regie: Stella Tinbergen
Kinostart: 22.01.2026
HENRIETTE UND GUIDO – EINE UNGEWÖHNLICHE LIEBESGESCHICHTE erzählt von einer Liebe, die allen Widrigkeiten zum Trotz existiert. Henriette, bekannt als „Systemsprengerin“, lebt mit einem Frontalhirnsyndrom und befindet sich in einer Beziehung mit Guido. Der Film beleuchtet ihr gemeinsames Leben und zeigt ihren Alltag voller Herausforderungen, psychischer Extreme und inniger Momente. Regisseurin Stella Tinbergen hat es geschafft, ein tief bewegendes Porträt über diese einzigartige Beziehung zu schaffen, indem sie die Zuschauer einlädt, an ihrem Leben und ihrer Liebe teilzuhaben.
https://www.youtube.com/watch?v=NdsJoKq4ePI
Regie: Stella Tinbergen; Kamera: Sebastian Hattop; Schnitt: Marc Nordbruch; Produktionsfirma: Strandfilm GmbH; Produzentin: Stella Tinbergen; Verleih: Der Filmverleih GmbH; © 2024.
ECHOES FROM BORDERLAND
Regie: Lara Milena Brose
Kinostart: 29.01.2026
ECHOS FROM BORDERLAND begleitet die 15-jährige Afghanin Nahid, die nach ihrer Flucht vor der Gewalt der Taliban in einem provisorischen Zeltlager an der Außengrenze der Europäischen Union in Bosnien gestrandet ist. Zwischen Push-Backs und dem harten Grenzalltag verweben sich die Lebensrealitäten von Nahid und anderen Geflüchteten mit den Erinnerungen der 67-jährigen Ferida, einer Bosnierin, deren eigene Vergangenheit vom Krieg gezeichnet ist. Die Voicemails von Nahids Freundin aus der Heimat werden zu einem fernen Echo, während Nahid sich zugleich mit Hoffnung, Verlust und der Sehnsucht nach Zukunft auseinandersetzt. Ihre Begegnungen mit Ferida schaffen einen Raum, in dem die Stimmen zweier Generationen und ihre Erfahrungen von Krieg, Migration und Traumata aufeinandertreffen und miteinander wirken. Der Film zeigt eindringlich, wie Überleben, Erinnerung und menschliche Verbindung an einem der symbolträchtigsten Schauplätze der gegenwärtigen Migrationskrise verwoben sind.
https://www.youtube.com/watch?v=Oymnohy9BoE
Buch & Regie: Lara Milena Brose; Kamera: Lilly Rose Pongratz, Natalia Mamaj; Schnitt: Aora Helmzadeh, Lara Milena Brose, Boris Gavrilović; Verleih: Cangerfilms Filmverleih; © 2026.
DIE SOLISTEN
Regie: Anna Hepp
Kinostart: 29.01.2026
DIE SOLISTEN beleuchtet authentisch die Höhen und Tiefen von zehn Alleinerziehenden und hinterfragt traditionelle Rollenbilder, patriarchalische Strukturen und tief verwurzelte Vorurteile. Der Film thematisiert, wie stereotype Bilder, etwa aus der NS-Zeit, unser kollektives Unbewusstes prägen.
Die Filmemacherin Anna Hepp will mit dokumentarischen und essayistischen Mitteln für eine höhere Wertschätzung von Alleinerziehenden werben. Mit acht Frauen und zwei Männern, die allesamt alleinerziehend sind, begibt sie sich in ein postapokalyptisches Setting, wo die Eltern von ihren Erfahrungen berichten. Diese sind überwiegend leidvoll; positive Erlebnisse und Empowerment kommen kaum vor. Da zudem Dramaturgie, Einordnung widersprüchlicher Aussagen und journalistische Tiefe fehlen und Genderaspekte weitgehend unbeachtet bleiben, ist der Erkenntniswert eher gering. Statt aufkommenden Fragen nachzugehen, kapriziert sich der Film lieber auf ästhetische Effekte.
https://www.youtube.com/watch?v=3dd9JW6VwQY
Buch, Regie & Produktion: Anna Hepp; Choreografie und Regieassistenz: Ivana Kisic; Kamera: Oliver Freuwörth, Christian Scholz; Schnitt: Quimu Casalprim; Verleih: dejavu-film; © 2026.
Weitere Kinostarts
Beiträge zu den Dokus, die im November angelaufen sind, finden Sie hier:
→ zu den Kinostarts vom Dezember 2025