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Dokville - Branchentreff Dokumentarfilm

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Filmprojekte Coronography und docfilmpool e. V.

Angestoßen durch AG DOK-Mitglieder läuft seit März das Corona-Dokumentations-Projekt, um die Auswirkungen der Pandemie festzuhalten. Entstanden sind Coronography und das Filmemacherkollektiv docfilmpool, aus denen über 150 Kurzfilme sowie ein stetig wachsender Materialpool entstanden sind. 

Coronography

Coronography wurde von Filmemacher*innen, die Mitglieder der AG DOK sind, gegründet. Teilnehmen kann aber jeder, auch Nicht-Mitglieder. Ziel ist es, die Auswirkungen der Corona-Pandemie filmisch festzuhalten. Die Kurzfilme zeigen, wie sehr sich Leben und Alltag innerhalb weniger Wochen komplett verändert haben und welche Folgen die Krise für die Menschen hat.

Coronography ist eine interaktive Karte, auf der viele der Ergebnisse zu sehen sind, die während der ersten Welle entstanden sind. Angezeigt werden die Kurzfilme an ihrem jeweiligen Entstehungsort. Die Karte wird stetig aktualisiert und ist ein weltweites Projekt, das international Zuschauer und Anklang findet.

docfilmpool vernetzt Filmemacher*innen

Logo docfilmpool

Partner des Projekts ist der Verein docfilmpool. Dieser wurde von einigen Mitgliedern der AG DOK gegründet, die auch bei Coronography mitgewirkt haben, und besteht aus mehr als 50 deutschen Dokumentarfilmer*innen.

docfilmpool bietet dem Kollektiv eine zusätzliche Plattform und dient der Vernetzung während der Pandemie, zur gemeinsamen Arbeit an Projekten zu Corona und an weiteren kollektiven Vorhaben darüber hinaus. Zudem bietet der Verein seinen Mitgliedern auch eine größere rechtliche Absicherung.

Coronography hat zahlreiche Aufrufe

CoronographyBei der Online-Ausgabe des DOK.fest München im Mai dieses Jahres wurde Coronography das erste Mal vorgestellt und kam mit über 417 000 Aufrufen sehr gut bei den Zuschauern an, wie Sabine Willmann im Gespräch mit Hannah Hiergeist vom Haus des Dokumentarfilms erzählt. Die Filmemacherin ist Mitglied bei docfilmpool und drehte auch selbst etliche Filme für Coronography.

„Die Filme sollen von möglichst vielen Zuschauern gesehen werden und Einblicke in Bereiche und Situationen geben, die sonst nicht zu sehen wären oder von denen man nichts oder nicht mehr viel mitbekommen hat. Auch der Blick in andere Länder ist dabei“, so Sabine Willmann weiter. Die Kurzfilme werden je nach Wunsch auf der Seite von docfilmpool sowie auf der Karte von Coronography veröffentlicht. Weitere Partner sind das DOK.fest München und die Dokumentarfilminitiative docfilm42.

Es geht weiter

Die Projekte sind noch lange nicht beendet, weitere Kurzfilme werden fortwährend ergänzt. „Coronography kommt immer noch gut an, auch wenn die ein oder andere Corona-Ermüdung zu spüren ist“, berichtet Sabine Willmann. Alles veröffentlichte Material muss auch weiterhin einen thematischen Bezug zur Corona-Krise haben, oder über ein Projekt berichten, das während der Pandemie entstanden ist.

Aus den Kurzfilmen wird ein Kinofilm

Mittlerweile haben sich auch Gruppen aus Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern von docfilmpool gebildet. Eine davon arbeitet an einem Langfilm. Dabei soll aus den Kurzfilmen ein Kinofilm entstehen, der ebenfalls Corona thematisiert. „Wir sind gerade dabei, das Projekt bei verschiedenen Förderungen einzureichen“, so Sabine Willmann abschließend gegenüber dem Haus des Dokumentarfilms.


(Hannah Hiergeist)

Tags: Corona