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Dokville - Branchentreff Dokumentarfilm

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Stimmen aus der Branche  

DOKVILLE lebt vom Austausch! Eine Eins-zu-Eins-Verlegung des Branchentreffs kam daher für uns nicht in Frage und doch wollten wir den Termin – 18. und 19. Juni – nicht einfach verstreichen lassen. In den letzten Wochen haben wir mit verschiedenen Filmschaffenden per Video-Call über die Auswirkungen der Corona-Krise gesprochen. Stimmen aus der Branche, die die Vielfältigkeit der Dokumentarfilmgemeinschaft spiegeln. An beiden DOKVILLE Tagen stellen wir die Interviews online und zeigen Kurzfilme, die uns für die Aktion zur Verfügung gestellt und zum Teil sogar extra gedreht wurden.

Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden!
Astrid Beyer, Kuratorin DOKVILLE

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Corona DOKNews: kreative Veränderungen der Filmlandschaft

Es war noch relativ zu Anfang der COVID-19-Pandemie, Mitte März 2020. Homeoffice wurde gerade als Alternative zum Büro vor Ort eingeführt. Schulen schlossen und der DOKVILLE Termin wurde vom 18./19. Juni auf ein unbestimmtes Datum verschoben.  

 

Filmschaffende trotzen der Krise

Dennoch ging die Arbeit an der Tagung weiter. Während die tägliche Berichterstattung der Presse, sowie im Rundfunk und Fernsehen nur noch ein Thema kannte, stieß ich bei meinen Recherchen auf spannende, eine große Bandbreite des dokumentarischen Genres widerspiegelnde, zum Teil sehr persönliche Beiträge im Internet. Zeitgleich mit großen Existenzängsten, die die Krise in der Filmbranche auslöst, entsteht eine viel größere, künstlerische Kreativität. Neue Wege für die Kommunikation miteinander werden genutzt, Interviews finden per Internet statt und trotz »Stay home« ist der Output immens.

Die Idee, daraus eine Serie mit Beispielen für diesen schöpferischen Prozess zu machen, war geboren. Unter dem Titel »Corona DOKNews« machen wir – das DOKVILLE Team – beinahe täglich auf Kurzfilme aufmerksam, die ein differenziertes und vielschichtiges Bild unserer Gesellschaft während des Corona-Lockdowns zeigen.

Die Themen – individuell und prägnant

Den Anfang machte die Web-Serie »Corona Diaries – Junge Filme gegen den Untergang« des Medienprojekts Wuppertal. In zwei bis drei Minuten langen Kurzfilmen thematisieren junge Menschen die Auswirkungen der Pandemie auf ihr tägliches Leben. Entstanden ist eine Art digitales Tagebuch. Es folgten Beiträge von Funk mit dem Format »Tru Doku«; das »China-Tagebuch in Quarantäne« von arte live, in dem der Journalist Sebastien Le Belzic im Februar aus seiner Quarantäne in Peking berichtete.

In »4 Wände Berlin«« zeigen Filmschaffende seit dem 1. April 2020 täglich zweiminütige Kurzfilme, gedreht mit dem Smartphone. Bis auf die Länge gibt es bei der rbb-Reihe keine Vorgaben. 30 Filmschaffende aus dem Berliner Raum haben zugesagt. Ebenfalls spannende, sehr unterschiedliche Austauschplattformen hat 3sat mit seinem »Philosophischen Corona-Tagebuch« sowie der Reihe »Kultur trotz(t) Corona« geschaffen.

Handyvideo im Kurzformat setzt sich durch

Was vor einem Monat vereinzelt, hauptsächlich im Internet begann findet mittlerweile in allen Programmen der Öffentlich-Rechtlichen Sender statt. Dabei ist zu beobachten, dass das Kurzformat, gedreht auf dem Smartphone Einzug ins Hauptprogramm hält, dass es weniger Formatvorgaben gibt und dass der Fokus auf unserem, dem Alltag der Bevölkerung, liegt.

Die Auswirkungen der Pandemie werden lange nachhallen. Wir berichten weiter ... hier geht es zu allen Artikeln

(Astrid Beyer)

Tags: Corona