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Arte-Schwerpunkt „Generation Africa“ erzählt Migration neu

Wieso machen sich Menschen in fremde Länder auf? Warum verlassen andere ihre Heimat nicht oder kehren gar zurück? Die Arte-Reihe „Generation Africa“ zeigt, wie vielfältig Migration und damit verbundene Identitätsfragen sind. Ab 14. Juni präsentiert sie 25 Dokumentarfilme, die vom Kommen, Gehen und Bleiben berichten.

 

Filmstill Lagos – Tanger: Laura (li.) und Sandra (re.) blicken voller Hoffnung auf ihre Zukunft in Spanien, auf der anderen Seite des Meeres, © Jide Akinleminu

Unter dem Motto „Migration neu erzählen“ wirft der Arte-Themenschwerpunkt „Generation Africa“ einen neuen Blick auf Vertreibung, Flucht, Heimat und den Neustart in der Fremde. Die jungen Filmschaffenden der 25 Dokumentarfilme stammen aus 16 afrikanischen Ländern. In ihren Werken räumen sie mit westlich geprägten Klischees auf und machen deutlich, wie individuell der Blick auf Migration und Identität ist. Die Reihe startet am 14. Juni 2022 im TV, ergänzt durch ein Online-Angebot in der Arte Mediathek.

Highlights des Arte-Themenschwerpunkts „Generation Africa“

14. Juni 2022:

20:15 Uhr, Lagos – Tanger: Reise ohne Rückfahrschein (Erstausstrahlung)
Von Nigeria über Benin, Burkina Faso, Togo, Mali und Mauretanien bis nach Marokko: Über 20 Jahre später begibt sich Regisseur Ike Nnaebue in seinem Dokumentarfilm auf die gleiche Route, die er als 18-Jähriger nahm, um nach Europa zu kommen. Auf seinem Weg begegnen ihm Frauen und Männer, die von einem neuen Leben in Afrika oder Europa träumen. Der Film lief im Panorama der Berlinale 2022.

 

Laura wartet auf die große Überfahrt nach Europa(© Jide Akinleminu). Filmstill Lagos – Tanger: Nigerianer in einem Bus; © Jide Akinleminu Filmstill Lagos – Tanger: Die Wüste Ostmarokkos; © Jide Akinleminu

Laura wartet in Marokko auf die Überfahrt nach Europa; © Jide Akinleminu.

Auf der Suche nach einem besseren Ort, begeben sich Menschen aus Nigeria auf die Reise; © Jide Akinleminu. Die Wüste Ostmarokkos liegt 5.000 Kilometer von Lagos entfernt; © Jide Akinleminu.

In der Mediathek verfügbar bis 12.08.2022

 

21:50 Uhr, Die letzte Zuflucht: Das Haus am Tor zur Sahara (Erstausstrahlung)
Die malische Stadt Gao liegt in der Sahelzone. Jahr für Jahr kommen zahlreiche Migrantinnen und Migranten an dieses Tor zur Sahara, um Halt zu machen im „Haus des Migranten“. Dort finden sie Schutz und Beratung. Regisseur Ousmane Samassékou erzählt in seinem Dokumentarfilm von Menschen im Migrationszentrum und ihrem Weg.

 

Filmstill aus "Die letzte Zuflucht": Weinendes Mädchen of Colour mit Kopftuch, © 2021 Point du Jour/Les Films du Balibari/DS Productions/Steps/ARTE Filmstill aus "Die letzte Zuflucht":  Bewohner und Bewohnerinnen des „Hauses des Migranten“, © 2021 Point du Jour/Les Films du Balibari/DS Productions/Steps/ARTE
Esther steht vor einer schwierigen Entscheidung: Bleibt sie in Gao oder reist sie weiter? © 2021 Point du Jour/Les Films du Balibari/DS Productions/Steps/ARTE Die Bewohner und Bewohnerinnen des „„Hauses des Migranten““ sprechen über Erfahrungen bezüglich der Flucht; © 2021 Point du Jour/Les Films du Balibari/DS Productions/Steps/ARTE. 

In der Mediathek verfügbar bis 12.08.2022

 

22:45 Uhr, Neue Boote, leere Netze: Die Fischer von Sierra Leone (Erstausstrahlung)
Seit vielen Generationen ernährt sich das Dorf Tombo in Sierra Leone vom Fischfang. Doch durch die Ankunft chinesischer Trawler ist der Bestand nun bedroht. Die Dokumentation von Lansana Mansaray und Barmmy Boy zeigt, wie die Männer und Frauen des Ortes versuchen, den widrigen Umständen zu trotzen. Dabei werden auch die ökologischen und ökonomischen Probleme von Westafrika insgesamt ersichtlich.

 

Filmstill "Neue Boote, leere Netze": Männer beim Einbringen des Netzes, © Freetown Media Centre Filmstill "Neue Boote, leere Netze": Chinesischer Trawler mit Besatzung, © Freetown Media Centre Filmstill "Neue Boote, leere Netze": Neu gebautes Fischerboot, © Freetown Media Centre
Erster Fischfang mit dem neuen Boot: Das Netz wird eingeholt; © Freetown Media Centre. Chinesische Trawler bedrohen die Existenz der Menschen in Tombo; © Freetown Media Centre.  Das neu gebaute Fischerboot auf dem Weg ins Wasser; © Freetown Media Centre. 

In der Mediathek verfügbar vom 13.06.2022 bis 13.06.2023

 

23:35 Uhr, Rückkehr ins Land meiner Mutter (Erstausstrahlung)
Viele Jahre lebte sie im kenianischen Exil, nun kehrt Rebecca Nyandeng de Mabior, die Witwe des Rebellenführers John Garang de Mabior, mit ihren zwei Töchtern zurück in den Südsudan. Ihr Mann ist verstorben und sie möchte seinen politischen Kampf fortführen, in einem Land, das fast nur Krieg kennt. Rebecca Nyandengs Tochter Akuol begleitet sie als Regisseurin dieses Dokumentarfilms, der den generationenübergreifenden Dialog anregt. Der Film feierte Premiere auf der Berlinale 2022.

 

Filmstill "Rückkehr ins Land meiner Mutter": Rebecca Nyandeng de Mabior, umgeben von Menschenmenge, © Akuol de Mabior Filmstill "Rückkehr ins Land meiner Mutter": Rebecca Nyandeng de Mabior bei politischer Aktion, © Akuol de Mabior
Rebecca Nyandeng de Mabior, die Witwe des Rebellenführers John Garang de Mabior, gilt im Südsudan als „Mutter der Nation“; © Akuol de Mabior. Nyandeng fasste den Entschluss, nach vielen Jahren im kenianischen Exil in ihre Heimat zurückzukehren und sich politisch zu engagieren; © Akuol de Mabior.

 In der Mediathek verfügbar bis 20.06.2022

 

00:30 Uhr, Arte Reportage: Kamerun: Im Clando, dem Bus ins Exil (Erstausstrahlung)
Blutige Konflikte zwischen Separatisten der anglophonen Minderheit und der Armee zwingen zahlreiche Menschen, ihre Heimatorte in Kamerun zu verlassen. Mit dem Clando, einem Bus, fliehen sie in die Hauptstadt Yaoundé. Die Fahrtdauer beträgt neun Stunden. Die Arte Reportage ergänzt das Dokumentarfilm-Programm um Eindrücke von unterwegs, die auf, von der Weltöffentlichkeit kaum beachtete, Unruhen aufmerksam machen.

 

15. Juni 2022

22:05 Uhr, Zinder (Erstausstrahlung)
Zinder in Niger ist ein Transitort, der mitten in der Sahelzone liegt. Im Randbezirk Kara-Kara versetzen Jugendbanden, die sogenannten „Palais“, die Bevölkerung in Angst und Schrecken. Die Dokumentation der Regisseurin Aïcha Macky, die selbst aus Zinder stammt, erzählt eindrücklich von ihrem Leben. Sie ist nominiert für den Deutschen Dokumentarfilmpreis 2022.

In der Mediathek verfügbar bis 21.06.2022

 

23:30 Uhr, Geld für Mutter nach Simbabwe (Erstausstrahlung)
Viele junge Menschen verlassen Simbabwe, um in Europa oder anderen Ländern Afrikas zu arbeiten. Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage sind etliche Daheimgebliebene von Geldüberweisungen ihrer Verwandten aus dem Ausland abhängig. Der intime Dokumentarfilm von Rumbi Katedza zeigt die schwierige Lebensrealität der drei im Ausland arbeitenden Geschwister Frank, Miles und Portia und ihrer Familie mit intimen Einblicken.

 

Filmstill "Geld für Mutter nach Simbabwe": Miles, Portia und Noma (v.l.) bei einem Videoanruf,  Filmstill "Geld für Mutter nach Simbabwe": Frank an einem seiner drei Arbeitsplätze in einem Hotel in Kapstadt, © Mai Jai Films Filmstill "Geld für Mutter nach Simbabwe": Frank an einem seiner drei Arbeitsplätze in einem Hotel in Kapstadt, © Mai Jai Films Filmstill "Geld für Mutter nach Simbabwe": Miles, Portia und Noma (v.l.) bei einem Videoanruf,  Filmstill "Geld für Mutter nach Simbabwe": rank spricht per Videoanruf mit seiner Mutter in Simbabwe, © Mai Jai Films
Miles, Portia und Noma (v.l.) bei einem Videoanruf; © Mai Jai Films. Frank an einem seiner drei Arbeitsplätze in einem Hotel in Kapstadt; © Mai Jai Films. Frank spricht per Videoanruf mit seiner Mutter in Simbabwe; © Mai Jai Films. 

 In der Mediathek verfügbar vom 14.06.2022 bis 14.06.2023

 

Ergänzendes Programm in der Arte Mediathek

Rund um den Themenschwerpunkt „Generation Africa“ im TV sind in der Arte Mediathek ab 10. Juni 2022 18 weitere Dokumentarfilme exklusiv verfügbar.

Hier geht es zu „Generation Africa“ im Web



„Generation Africa“ ist die vierte Filmkollektion, die von STEPS produziert wurde, einem gemeinnützigen südafrikanischen Medienunternehmen, das Dokumentarfilmschaffende mit Organisationen, Einzelpersonen und Sendeanstalten zusammenbringt. Die drei Dokumentarfilmabteilungen von ARTE France, ARTE G.E.I.E. und ZDF/ARTE unterstützen das Projekt als Hauptsender in Europa.

Stefanie Roloff