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Unsere DOK Premiere im September: »Das innere Leuchten« von Stefan Sick

18.9.2019, 19.30 Uhr, Kino Caligari Ludwigsburg

Kartenreservierung: www.kinokult.de/reservieren 

Demenz - eine Diagnose, die für die Betroffenen und ihre Angehörigen alles verändert. Die Erkrankung zu akzeptieren erscheint ebenso schwierig, wie ein angemessener Umgang mit ihr.

 

postkarte inneresleucten

Demenz ist in unserer Gesellschaft immer präsenter. Seit 1994 macht der Welt-Alzheimertag auf die Situation von demenzleidenden Menschen und die ihrer Angehörigen aufmerksam. Diese besonderen Lebensumstände porträtiert nun der eindringliche Dokumentarfilm „Das innere Leuchten“ von Regisseur und Kameramann Stefan Sick, der konsequent aus der Perspektive der Betroffenen erzählt und sich auf ihre Welt einlässt. Sein Debütfilm nach seinem Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg (Bildgestaltung/Kamera) feierte auf der Berlinale 2019 in der Sektion Perspektive Deutsches Kino Weltpremiere und wurde begeistert aufgenommen. 

Trailer zum Film

 

Der Dokumentarfilm erforscht einfühlsam den Lebensalltag von Menschen mit Demenz in einer Stuttgarter Pflegeeinrichtung. Unkommentiert, jedoch mit großer Wertschätzung bringt der Film den Zuschauern auf eine ganz besondere Art die Momente näher, die die Langsamkeit, die Traurigkeit und auch die Schönheit des Lebens mit Demenz ausmachen. 

So will „Das innere Leuchten“ Offenheit und Akzeptanz schaffen und auch Ängste abbauen. Damit steht der Dokumentarfilm ganz unter dem Zeichen des diesjährigen Mottos des Welt-Alzheimertages „Demenz. Einander offen begegnen“. Der Regisseur Stefan Sick sagt über seine Beweggründe: „Für Außenstehende ist es oft nur schwer nachvollziehbar, warum sich Menschen mit Demenz so verhalten, wie sie es tun. Man wird herausgefordert, sich auf den anderen Menschen einzulassen, seine Lebensrealität anzuerkennen und zu akzeptieren. Als ich zum ersten Mal das Pflegeheim betrat, eröffnete sich vor mir eine Welt, der ich mich nicht entziehen konnte. Ein Bewohner nahm mich direkt an der Hand und zerrte mich durch die Gänge, was er mir sagen wollte war mir nicht verständlich. Ich sah nur zwei Möglichkeiten: Entweder ich bleibe und lasse mich auf diese wundersame Welt ein oder ich versuche diesen Ort möglichst schnell wieder zu verlassen. Ich entschied mich zu bleiben.“ 

Nach der Vorführung im Caligari Kino wird es wieder ein Filmgespräch mit dem Regisseur Stefan Sick, Ulrike Hafner (ehemalige Leiterin des Gradmann Haus), Andrea Roggon (Produzentin AMA Film) und Kay Hoffmann (Haus des Dokumentarfilms) geben. Außerdem werden Karin Wintterle von der Diakonie- und Sozialstation Ludwigsburg und Kolleginnen als Vertreterinnen des DemenzTalks und der Selbsthilfegruppen Ludwigsburg im Foyer mit einem Infotisch präsent sein und für Diskussionen zur Verfügung stehen. 

(Kay Hoffmann)

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