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Meisterklasse mit Aelrun Goette am 25.9.2020 im HDF

Am Freitag, den 25.9.2020, setzt das Haus des Dokumentarfilms (HDF) seine Meisterklassen fort. Der Workshop mit Aelrun Goette steht unter dem Motto „Nah an der Wirklichkeit, radikal im Blick“. Die renommierte Autorin und Regisseurin wurde 2004 mit dem Deutschen Filmpreis in Gold für ihren Dokumentarfilm „Die Kinder sind tot“ ausgezeichnet und ist bekannt für aufwühlende Fernsehfilme wie „Unter dem Eis“. Aelrun Goette lehrt als Honorarprofessorin an der HFF Potsdam Babelsberg.

Aelrun Goette by Andre C Hercher

Zum Leben und Werk von Aelrun Goette

Aelrun Goette ist 1966 in Ost-Berlin geboren, wurde nach der zehnten Klasse der Schule verwiesen, machte eine Ausbildung als Krankenschwester und arbeitete als Model und Schauspielerin sowie als Bühnenbildnerin und Regisseurin am Theater. Nach der Wende holte sie das Abitur nach, studierte zunächst Philosophie und schließlich Regie an der HFF Potsdam Babelsberg. Mit ihrer radikalen Handschrift und dem Mut, sich als Regisseurin mit verstörenden und teils höchst beklemmenden Sozialmilieus auseinanderzusetzen, machte sie sich schnell einen Namen. 

Bereits der Dokumentarfilm „Ohne Bewährung – Psychogramm einer Mörderin“ (1997), mit dem sie ihr Studium abschloss, ließ eine Eindringlichkeit spüren, die auch später in fiktionalen Arbeiten zu Aelrun Goettes Markenzeichen wurde. Zu ihren preisgekrönten Werken gehört auch die „Tatort“-Folge „Der glückliche Tod“ (SWR), die sich mit dem Thema Sterbehilfe auseinandersetzt. Heute ist Aelrun Goette im Spielfilm zuhause; dem Dokumentarischen fühlt sie sich aber nach wie vor verbunden. Kein Wunder, denn auch ihre fiktionalen Stoffe entfalten ihre Kraft, weil sie in der sozialen und gesellschaftlichen Wirklichkeit wurzeln.

Bezugspunkte zum SWR

In Aelrun Goettes Karriere gab es immer wieder Verbindungspunkte mit dem SWR. Für „Die Kinder sind tot“ erhielt sie 2003 den Baden-Württembergischen Dokumentarfilmpreis, Vorgänger des Deutschen Dokumentarfilmpreises, den MFG und SWR gemeinsam vergeben. Ihr zweiter SWR-„Tatort“ „Wofür es sich zu leben lohnt“ (2016) brachte in einem legendären Cast die Fassbinder-Schauspielerinnen Eva Mattes, Irm Herrmann, Hanna Schygulla und Margit Castensen zusammen vor die Kamera. Und aktuell entsteht mit dem rbb und dem SWR zusammen der Kinofilm „In einem Land, das es nicht mehr gibt“. Das Drehbuch taucht nicht nur in die Umbruchszeit der DDR von 1988 ein, sondern bedient sich auch aus dem eigenen Leben der Filmemacherin. So arbeitet die Protagonistin, wie die Regisseurin einst selbst, als Model für das DDR-Modejournal Sibylle.

Die Meisterklasse mit Aelrun Goette wird von Astrid Beyer, Haus des Dokumentarfilms, kuratiert. Die Teilnehmenden erhalten den geplanten Ablauf und Informationen zu den Schwerpunkten vorab per Mail.

Anmeldung zur Meisterklasse mit Aelrun Goette

Wann: Freitag, 25. September 2020, von 10 bis 16 Uhr
Wo: Haus des Dokumentarfilms, Teckstraße 62, 70190 Stuttgart

Die Gebühr beträgt 40 € (30 € für Studierende) inklusive Mittagessen und Getränke. Eine vorherige Anmeldung zur Meisterklasse mit Aelrun Goette ist unbedingt erforderlich und wird von Uta Feichter (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; 0711-929-309-11) gerne entgegengenommen. Die Teilnehmeranzahl ist aufgrund der Hygiene- und Abstandsauflagen auf maximal 25 Personen begrenzt.

Hinweis für Mitarbeiter*innen des SWR: SWR-Mitarbeitende können ihre Teilnahme als Fortbildung beantragen, die Veranstaltung wird von der Personalentwicklung entsprechend anerkannt. Um die Anmeldegebühr erstattet zu bekommen, ist es jedoch zwingend notwendig, VORHER über iPersis einen Antrag auf individuelle Fortbildung zu stellen und erst dann eine E-Mail ans HDF zu schicken. Rechnungen, die ohne entsprechenden Antrag im Nachhinein eingereicht werden, können nicht erstattet werden. 

Über die Meisterklassen im HDF

Meisterklassen finden im HDF ein- bis zweimal pro Jahr statt. Sie geben intensiven Einblick in das Werk und die Arbeitsweise renommierter Filmschaffender. Zu Gast waren bisher u.a. Marcus Vetter, Rosa von Praunheim, Marcel Ophüls, Fred Breinersdorfer, Andres Veiel und zuletzt Sherry Hormann zusammen mit Florian OellerAelrunGoette setzt die Reihe der Regisseure und Regisseurinnenfort, die mit einer dezidiert persönlichen Handschrift und ihrer Themenwahl Zeichen setzen. 

(red)

Tags: doknews, Veranstaltung

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