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TV- & Mediatheken Tipps – „Grenzerfahrungen“

Ob physischer und psychischer Natur, ob auf der Landkarte oder im Kopf: Menschen stoßen regelmäßig auf Hindernisse. Mit Dokus wie „Liebt mich!“ geht es in dieser Woche in den TV- und Mediatheken Tipps um das Akzeptieren, Anzweifeln und Überwinden von Grenzen.

KW 31TV und Mediatheken Tipps

Wie bereitet man sich auf einen Job vor, zu dem alle eine Meinung haben? Timo Großpietsch beobachtet 18 Monate lang drei „Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst“, wie sie offiziell heißen. Sie befinden sich am Übergang von Lernenden zu Lehrenden.

Die Doku „12 Quadratmeter Europa – Leben im Flüchtlingslager auf Lesbos“ beschäftigt sich mit dem mehr als knapp bemessenen Raum, der den Menschen im neuen Lager Kara Tepe zur Verfügung steht. Das Lager ist hoffnungslos überfüllt. Die Menschen sind hinter Stacheldraht und Mauern eingesperrt und müssen sich mit teils unmenschlichen Lebensumständen abfinden.

Auch in Brasilien lässt die Regierung Minderheiten im Stich. Die Doku „Amazonia Undercover – Der Kampf der Munduruku“ begleitet indigene Völker bei ihrem Widerstand gegen permanent stattfindende Grenzverletzungen. Sie wollen erhalten, was noch von ihrer angestammten Lebensregion bleibt, während die verschiedenen Regierungen den illegalen Raubbau an der Natur seit Jahren dulden.

Der Grat zwischen Überleben und Sterben ist schmal. In dem Dokumentarfilm „Frühstart Leben“ wird dieser Umstand besonders eklatant, denn er begleitet frühstgeborene Zwillinge und deren Familie auf ihrem beschwerlichen Kampf um jeden Atemzug, jeden Herzschlag, jeden neuen Tag.

Wie lebt und liebt es sich mit einer Behinderung? Manche Betroffene glauben, keine Chance auf Liebe und Partnerschaft zu haben. Dass diese Vorurteile überwindbar sind, zeigt die eindringliche Dokumentation „Liebt mich!“ Die Erkenntnis: Barrieren sind vor allem Gedankenkonstrukte. Liebe kennt keine Grenzen.

Montag, 2. August 2021

Arte, 22:05 Uhr: Armin Mueller-Stahl: Ein Gaukler in Hollywood

In dieser Doku geht es gemeinsam mit Armin Mueller-Stahl auf Spurensuche in dessen bewegten Leben zwischen Ost- und Westdeutschland und Hollywood. Er wird noch einmal in seinen besten Rollen gezeigt, als Sänger und Musiker, als Maler in seinem Atelier an der Ostsee und vor allem als Mensch.

Arte, 0:45 Uhr: Frühstart Leben 

Die Zwillinge Eden und Léandro sind Frühstgeborene und kämpfen in der Abteilung für Neonatologie ums Überleben. Ihre Welt besteht aus gläsernen Kästen, Schläuchen, Monitoren – und aus ihrer Mutter, die im Rhythmus ihrer Zwillinge lebt, zwischen Hoffnung, Müdigkeit, Enttäuschung und Angst vor dem Tod.

Dienstag, 3. August 2021

Arte, 20:15 Uhr: Amazonia Undercover – Der Kampf der Munduruku

Die Dokumentation wurde von 2014 bis 2020 gedreht, unter drei verschiedenen brasilianischen Regierungen. Sie vermittelt tiefe Einblicke in das Drama der illegalen Besetzung staatlicher Land- und Waldflächen durch die organisierte Kriminalität. Mehrere indigene Völker haben sich zusammengeschlossen, um ihren Lebensraum zu verteidigen und gemeinsam für den Erhalt des Waldes und der Flüsse zu kämpfen.

Diese Doku ist bis zum 2. Oktober 2021 in der Arte Mediathek verfügbar.

NDR, 23:30 Uhr: Lehrkraft im Vorbereitungsdienst

Der Dokumentarfilm hebt den Vorhang und lässt den Zuschauer auf allen Ebenen an etwas teilhaben, zu dem jeder eine Meinung hat: Lehrer. Sie sind Helden, Versager, notwendiges Übel oder Theoretiker, die mit Kindern nicht umgehen können; je nach Perspektive.

MDR, 22:10 Uhr: Die Stimme Amerikas – US-Musik in der DDR

Die Doku zeigt, wie amerikanische Musik nach 1945 zwischen die Fronten des Kalten Krieges gerät. Heftige Debatten entzünden sich am Jazz, er wird lange Jahre als Sirenengesang des „Klassenfeinds“ verteufelt. Die Stimme des fortschrittlichen, anderen Amerika entdeckt die Propaganda hingegen in schwarzen Volksliedtraditionen.

Mittwoch, 4. August 2021

Arte, 21:50 Uhr: Bruderliebe

Die Grenze zwischen den beiden Brüdern Micheal und Markus löst sich nach und nach auf. Seit dem schweren Unfall des einen ist der andere rund um die Uhr für ihn da. Der Dokumentarfilm erzählt eine tragische Familiengeschichte zwischen Hingabe und Burnout.

Arte, 23:00 Uhr: Liebt mich!

Menschen mit einer Behinderung sehen sich häufig mit Vorurteilen und Schwierigkeiten des Alltags konfrontiert. Daraus kann eine Scheu erwachsen, anderen Personen gegenüber das Herz zu öffnen. Doch wer dann jemanden kennen lernt stellt fest: Viele Barrieren bestehen lediglich im Kopf.

Diese Doku ist bis zum 31.Januar 2022 in der Arte Mediathek verfügbar.

Donnerstag, 5. August 2021

Arte, 21:00 Uhr: Jahrhundertbauwerk Trasse

In den 70er und 80er Jahren verlegen mehr als 25.000 DDR-Bürger:innen in der Sowjetunion die bis dahin größte Erdgasleitung der Welt. Allen Widrigkeiten des Kalten Krieges trotzend, werden die Pipelines fertiggestellt und sind bis heute ein fester Bestandteil der westeuropäischen Energieversorgung. Sind sie am Ende sogar beteiligt am Fall der Mauer?

WDR, 23:30 Uhr: 12 Quadratmeter Europa – Leben im Flüchtlingslager auf Lesbos

Neun Monate nach dem Brand von Moria fragen Isabel Schayani und Bamdad Esmaili noch einmal bei Bewohner:innen sowie Verantwortlichen nach, wie es um die Zukunft von Europas größten Erstaufnahmelager bestellt ist.

MDR, 23:10 Uhr: Ein Stern auf der Sonnenallee – Leander Haußmann

Unbändiges Temperament, Fabulierlust, Widerspenstigkeit machten Ezard Haußmann aus. Er war eine Schauspiellegende am Deutschen Theater und an der Volksbühne. Sein Lebensprinzip: Mal schauen, was noch geht - an Grenzüberschreitung, an Tabuverletzung, an Demaskierung. Sein Sohn Leander erzählt.

Freitag, 6. August 2021

Arte, 21:55 Uhr: The Beatles: Eight Days a Week – The Touring Years

Der Dokumentarfilm schildert die Zeit von 1962 bis 1966, als die Beatles unaufhörlich über den Erdball tourten. Die Beatles verausgabten sich bis an die Grenzen ihrer körperlichen Belastbarkeit: Hunderte Konzerte in unterschiedlichen Ländern auf fünf Erdteilen, zwei Filme, 120 Songs, von denen zwölf die Verkaufszahlen in Großbritannien sprengten.

Arte, 3:30 Uhr: Nach einer wahren Geschichte: Frei durch die Luft

(Diese Doku läuft in der Nacht von Freitag auf Samstag)

DDR, mitten im Kalten Krieg: Die Familien Strelzyk und Wetzel lebten ungefähr 30 Kilometer von der Grenze zur BRD entfernt. Sie waren dazu bereit, alles zu riskieren, um ihren Kindern ein Leben in Freiheit zu ermöglichen. Zwei Jahre lang arbeiteten sie an der Vorbereitung eines scheinbar irrwitzigen Fluchtplans: Sie bauten heimlich einen Heißluftballon.

Diese Doku ist bis zum 9. September 2021 in der Arte Mediathek verfügbar.

RBB, 20:15 Uhr: Flug über Berlin – Die Mauer damals

28 Jahre teilte die Mauer Berlin. In den späten Abendstunden des 9. November 1989 fiel sie. Aus Drohne und Helikopter fliegt die Kamera „die Innenstadtmauer“ noch einmal ab. 43 Kilometer aus der Luft, die zeigen, wie sich diese Stadt entlang der einzelnen Grenzabschnitte verändert hat. Verwoben mit seltenen historischen Flugaufnahmen von 1976 und 1990 ergibt diese Doku eine einmalige Zeitreise.

Samstag, 7. August 2021

ARD, 21:50 Uhr: Wir Kinder der Mauer

Heute denkt man beim Thema Mauer reflexartig an Berlin. Doch die Geschichte der Teilung ist lang. In der ganzen Bundesrepublik sind heute Menschen verstreut, die unmittelbar vom Mauerbau und der Teilung geprägt wurden, deren Leben ohne diesen Einschnitt anders verlaufen wäre.

Arte, 20:15 Uhr: Leben im All

Was wäre, wenn wir die Grenzen zwischen Raum und Zeit sprengen könnten? Sind wir Menschen alleine im Universum? Die Frage nach der Existenz von außerirdischem Leben beschäftigt uns schon lange. Diese Dokureihe ist eine Reise in die Weiten des Kosmos.

Diese Dokus sind bis zum 5. Dezember 2021 in der Arte Mediathek verfügbar.

Phoenix, 0:00 Uhr: Die Klasse – Berlin ´61

Am letzten Schultag im Juli 1961 haben die Schüler der Kepler Schule in Berlin Neukölln ihre schriftlichen Abiturprüfungen hinter sich. Im September nach den Sommerferien sollen sie mündlich geprüft werden. Fünf Jahre lang waren sie zusammen zur Schule gegangen und Freunde geworden. Sie waren etwas Besonderes, die erste „Ostklasse“ an einer Westberliner Schule.

ARD Alpha, 21:45 Uhr: Raus aus der DDR! – Fluchthelfergeschichten

So lange die Mauer und eine Grenze Deutschland teilt, so lange rennen Menschen aus der DDR gegen sie an. Über 300.000 Menschen fliehen zwischen 1961 und 1989. Viele von Ihnen haben dabei Hilfe aus dem Westen: „Fluchthelfer“, die vom Regime der DDR als „Menschenhändler“ verunglimpft, gehasst und von der Stasi verfolgt werden.

Mediatheken

Arte Mediathek: Borderland: Die unsichtbare Grenze und das Erbe der Gewalt

Zwei Reporter folgen der Grenzlinie zwischen Nordirland und Irland. Sie begegnen Menschen und Identitäten, von Warrenpoint an der Ostküste bis nach Derry im Norden. Die Checkpoints und Wachtürme der British Army sind verschwunden. Geblieben sind die Erinnerungen an die „Troubles“ sowie verhärtete Fronten in der Gesellschaft.

Diese Dokureihe ist bis zum 18. November 2021 in der Arte Mediathek verfügbar.

Arte Mediathek: Xenius: Challenge - Warum wir gerne an unsere Grenzen gehen

Ob aberwitzige Selbstversuche, Risikosportarten oder Mutproben: Challenges sind beliebt. Menschen gehen an ihre Grenzen und wollen dabei gesehen werden. Im Netz und den sozialen Medien wimmelt es nur so von absurden Videos. Meist sind es nur harmlose Späße, manche Challenges können aber auch ganz schön gefährlich werden.

Diese Doku ist bis zum 14. September 2021 in der Arte Mediathek verfügbar.

  

(Maggie Schnaudt)

Tags: Doku Tipps

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