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DOK Premiere „In den Uffizien“ mit Filmgespräch

Mit „In den Uffizien“ geben Corinna Belz und Enrique Sánchez Lansch einen lebendigen Einblick in den Kosmos des zweitältesten Museums der Welt. Das HDF zeigt den Dokumentarfilm in Ludwigsburg (29.11.) und Stuttgart (30.11.) mit anschließendem Filmgespräch. 

Postkarte für die DOK Premiere von In den Uffizien mit Porträt aus altem Gemälde und der Ponte Vecchio im Hintergrund

Schon 1581 präsentierten die Medici ihre legendäre Kunstsammlung in den Uffizien in Florenz. Heute ist die berühmte Kunstgalerie ein zentrales Vorbild für zahlreiche Museen.

In den Uffizien ist ein deutscher Direktor am Werk

Seit 2015 ist Eike Schmidt, ein deutscher Kunsthistoriker, Leiter der weltweit bedeutsamsten Sammlung an Renaissancekunst, einer Ikone der italienischen und europäischen Kultur. Zu seiner Arbeitsweise sagt er: „Ich glaube, es ist wichtig, dass man ganz verschiedene Stränge gleichzeitig in der Hand hält. Eine andere Metapher ist, dass man Schach spielt, aber nicht an einem Brett, sondern an 30 oder 40.“

Foto von Eike Schmidt, dem deutschen Direktor der Uffizien bei der Arbeit am Schreibtisch Foto von Restaurierungsarbeiten mit einem Pinsel und Blattgold
 Direktor Eike Schmidt und seine Mitarbeiter:innen überlassen in den Uffizien nichts dem Zufall.

Während seiner Amtszeit macht Eike Schmidt sich auf die Suche nach Sponsoren, konzipiert Räume neu und hat, mit der ihm eigenen Mischung aus Leidenschaft, Fachkenntnis und Humor, ein eingeschworenes Team um sich versammelt.

Jeder packt in den Uffizien mit an

Vom Direktor über die Architekten, den Bibliothekar bis zur Restauratorin und dem Hausmeister kommen viele aus dem Team der Uffizien zu Wort. Alles atmet in diesen Sälen und Fluren Geschichte und Bedeutung. Jede Handlung wird zum Ritual. Wenn beispielsweise Bilder einen neuen Standort bekommen, muss ihre Wirkung auf die Betrachtenden ebenso berücksichtigt werden wie die auf den Raum und das Zusammenspiel mit anderen Kunstwerken.

Spannend ist auch die Sponsorenakquise bei US-Amerikanern, die für italienische Kunst begeistert werden müssen. Während des Aufbaus einer Ausstellung mit zeitgenössischen Skulpturen des berühmten britischen Künstlers Antony Gormley erleben die Zuschauenden, wie sensibel und konfliktgeladen solche Begegnungen sind. Es geht um jeden Zentimeter. Europäische Diplomatie „en miniature“.

Das Florentiner Museum auf dem Weg in die Moderne

Nun soll das Museum offener, besucherfreundlicher und lebendiger werden. Trotz seiner Tradition muss es ein Stück weit mit der Zeit gehen. Die Besucherzahlen sind explosionsartig gestiegen – gerade mit Blick aufs junge Publikum. Es kommen bis zu 2,5 Millionen Besucher:innen pro Jahr. Dies verlangt ein effizientes, modernes Management. Beim Amtsantritt von Eike Schmidt hatten die Uffizien beispielsweise noch keine Website.

Foto aus den Uffizien: Zwei Mitarbeiter hängen ein Gemälde auf Foto aus den Uffizien: Eine Leiter steht vor dem Akt einer Frau
Bei der Hängung von Gemälden müssen viele Aspekte beachtet werden.

„In den Uffizien“ zeigt die ungebrochene Anziehungskraft des Museums und die Arbeit hinter den Kulissen als eine kollektive Anstrengung – eine nie endende, passionierte Sorge um den Erhalt jahrhundertealter Meisterwerke bei gleichzeitiger Erneuerung der Institution.

Ein lebendiger Einblick in den Kosmos der Uffizien

Die LOLA-Preisträger:innen Corinna Belz („Gerhard Richter Painting“) und Enrique Sánchez Lansch („Rhythm is it!“) führen die Zuschauer:innen tief hinein in den lebendigen, labyrinthischen Kosmos der Uffizien. Für die gelungene Montage war Anne Fabini verantwortlich. Für die Bildgestaltung sorgten die renommierten Kameramänner Johann Feindt und Thomas Riedelsheimer. Immer wieder taucht ihre Kamera in die Bildwelten ein, denn es geht auch um die Beziehung der Besucher:innen zu den Meisterwerken.

Foto einer jungen asiatisch aussehende Frau, die mit ihrem Smartphone in den Uffizien ein Gemälde ablichtet Blick auf Medusa-Gemälde in den Uffizien, das von zahlreichen Smarphones fotografiert wird
  Die Uffizien sind ein Publikumsmagnet mit Tradition auf dem Weg in die Moderne.

„Mit diesem Porträt des zweitältesten Museums der Welt und seiner Mitarbeiter:innen möchten wir der Hoffnung Ausdruck verleihen, dass trotz Krieg, Seuchen und Ignoranz am Ende nicht Mars, sondern immer wieder Venus das letzte Wort hat“, wie die beiden Filmschaffenden Corinna Belz und Enrique Sánchez Lansch das Ziel ihres Dokumentarfilms – mit Blick auf Venus, die römische Göttin der Liebe – formulieren.

DOK Premieren in Ludwigsburg und Stuttgart

Am 29. November 2021 zeigt das Haus des Dokumentarfilms „In den Uffizien“ um 19:30 Uhr im Caligari Kino Ludwigsburg. Im Anschluss führt Kay Hoffmann (HDF) ein Filmgespräch mit Enrique Sánchez Lansch. In Stuttgart startet die DOK Premiere am 30. November 2021 um 18:15 Uhr im Delphi Arthaus Kino. Auch an diesem Abend ist der Regisseur zum Filmgespräch zu Gast, diesmal mit Goggo Gensch (HDF). Aufgrund der Pandemie ist nur eine begrenzte Platzzahl verfügbar. Es gelten die aktuellen Hygiene-Regeln.

(Kay Hoffmann)


Karten für Ludwigsburg: kinokult.de

Karten für Stuttgart: arthaus-kino.de

IN DEN UFFIZIEN von Corinna Belz und Enrique Sánchez Lansch. Eine Produktion von zero one film in Koproduktion mit ZDF / 3sat und BR.

Tags: doknews, Veranstaltung

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