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DOK Premiere „Zuhurs Töchter“ im November

Der Dokumentarfilm von Laurentia Genske und Robin Humboldt begleitet die syrischen Teenager Lohan und Samar auf der Suche nach ihrer trans* Identität. Wir zeigen den Film in Stuttgart (2.11.21), wo er auch gedreht wurde, und Ludwigsburg (3.11.21).

DOK Premiere Zuhurs Toechter

Nach ihrer erfolgreichen Teilnahme auf Filmfestivals startet die Doku „Zuhurs Töchter“ am 4.11.2021 in den deutschen Kinos. Zuvor wird „Zuhurs Töchter“ bei unseren DOK Premieren zu sehen sein. Auf dem DOK.fest München 2021 gewann die Produktion von Corso Film (in Koproduktion mit ZDF/3sat) den deutschen Wettbewerb (VIKTOR DOK.deutsch).

DOK Premieren in Stuttgart und Ludwigsburg

Am 2.11.2021 startet das Screening um 20:00 Uhr im Delphi Arthaus Kino. Anschließend führt Goggo Gensch ein Filmgespräch mit Laurentia Genske und Robin Humboldt. Einen Tag später, am 3.11.2021, beginnt die DOK Premiere um 17:30 Uhr im Caligari Ludwigsburg. Beim anschließenden Filmgespräch, moderiert von Kay Hoffmann, ist Robin Humboldt zu Gast.

Karten für Stuttgart: arthaus-kino.de | Karten für Ludwigsburg: kinokult.de

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Zwischen zwei Welten in Stuttgart

Die Großfamilie aus Syrien lebt in einem Stuttgarter Flüchtlingsheim: Mutter Zuhur, Vater Talib, seine Zweitfrau Schaharazad sowie die Kinder von Zuhur und Talib, darunter auch Lohan und Samar. Letztere leben in zwei Welten. Auf der einen Seite steht das traditionelle Familienleben, auf der anderen stehen Party-Nächte und das Erforschen der eigenen Identität als Frau.

Sorgen und Ängste in “Zuhurs Töchter”

Mit dem Überstreifen der Mädchenkleider auf der Bahnhofstoilette lassen die beiden nicht nur ihr Mannsein, sondern auch ihr familiäres Umfeld hinter sich – zumindest für die Nacht. Zu Hause warten ihre Eltern, die nicht verstehen, was ihre Kinder damit bezwecken. Stattdessen sorgen sich Zuhur und Talib um sie – und um den Rest der Familie. Ihnen macht die Missgunst der anderen Bewohner:innen im Heim zu schaffen; sie fürchten, dass ihre „einstigen Söhne“ nun niemanden mehr zum Heiraten finden. Die Gesundheit der Mutter leidet und auch der Vater sieht sich im Zwiespalt zwischen den Traditionen der Familienclans und der Liebe zu seinen Sprößlingen.

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Großfamilien-Alltag in "Zuhurs Töchter". Foto: Humboldt/Genske Vater Talib und Mutter Zuhur sorgenvoll. Foto: Humboldt/Genske

Lohan und Samar gehen ihren Weg

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Samar kurz vor der geschlechtsangleichenden Operation.
Foto: Humboldt/Genske

Die Teenager, die bereits mit 14 Jahren wussten, dass sie anders sind, sehen sich vielem ausgesetzt: den Beschimpfungen und Anfeindungen im Klassenzimmer, in der Bahn oder auf offener Straße, den Therapie-Gesprächen über Religion und Freiheit in Deutschland oder Selbsttötung. Die Macher:innen des Films begleiten sie hinaus aus der Teenie-Zeit und hinein ins weibliche Erwachsensein. Die Zuschauenden folgen durch die Jahreszeiten, durch verschiedene Haarfrisuren und -farben, sind bei Arztgesprächen und großen Operationen dabei. Doch genauso wird Einblick gewährt in die trans* Community: Der Film zeigt Freundinnen, die sich gegenseitig unterstützen, aber die eben auch Kolleginnen im Rotlichtmilieu sind. Nicht zuletzt es geht um die Liebe, das persönliche Glück, das für beide auch eine Herausforderung ist.


(Redaktion)

Tags: Veranstaltung

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