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NaturVision 2021: Filmfestival geht zum Jubiläum online

Das Ludwigsburger Filmfestival NaturVision präsentiert vom 14. bis 18. Juli 2021 erneut eine große Bandbreite an Dokumentarfilmen über Natur, Wildlife, Umwelt und Nachhaltigkeit in Europa. Pandemiebedingt findet die Ausgabe zum 20. Jubiläum rein online statt.

Über 100 Natur- und Umweltdokumentationen erwarten das Online-Publikum im Jubiläumsjahr. Darunter finden sich neben den deutschen und internationalen Wettbewerbsfilmen auch Highlights der vergangenen Festivals, darunter „Bottled Life“, der 2012 u. a. den Preis der Jugendjury erhielt. Den Auftakt der NaturVision macht am Mittwoch, den 14.7., um 19 Uhr „Der Wilde Wald“ von Lisa Eder. Elisa Reznicek vom Haus des Dokumentarfilms hat mit der Regisseurin ein Interview über ihren vielschichtigen wie berührenden Film zum Bayerischen Wald geführt.

„PreisRegen“ bei der NaturVision 2021

Bereits um 21 Uhr am Eröffnungstag startet der „PreisRegen“ – als erster Award wird der neu geschaffene NaturVision Filmpreis UMDENKEN verliehen. „Dieser würdigt Filme, die diesen Umdenkprozess abbilden, positive Beispiele vor Augen führen und sich für eine enkeltaugliche Zukunft stark machen“, heißt es in der Ausschreibung. Nominiert sind unter anderem „Dear Future Children“ von Franz Böhm (zur ausführlichen Besprechung bei dokumentarfilm.info) und „Wem gehört mein Dorf“ von Christoph Eder.

Ebenfalls neu unter den zahlreichen Preisen, die über die Festivaldauer hinweg vergeben werden, ist der NaturVision Filmpreis Baden-Württemberg. Dieser wird im Rahmen des „Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt“ gemeinsam mit dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft und dem Ministerium für Verkehr des Landes Baden-Württemberg ausgelobt. Ziel ist es, für das Thema Artenschutz zu begeistern.

Gleich in mehreren Kategorien nominiert ist „Rentiere auf dünnem Eis“ von Henry M. Mix und Boas Schwarz. Der Film, der sich um den Deutschen Umwelt- und Nachhaltigkeitsfilmpreis, den Deutschen Wildlife Filmpreis und den NaturVision Kamerapreis bewirbt, geht der Frage nach, was „nur“ zwei Grad mehr für die Gebiete am russischen Polarkreis bedeuten. Hier stehen Menschen wie Tiere schon heute den Folgen des Klimawandels gegenüber. Die Auswirkungen erforscht auch die „Expedition Arktis“ von Philipp Grieß (nominiert für den NaturVision Kamerapreis). Der Untertitel des Films „Ein Jahr. Ein Schiff. Im Eis.“ zeigt, wohin die Reise buchstäblich geht. Die größte Arktis-Expedition aller Zeiten bringt Wissenschaftler aus aller Welt auf den Weg zum Nordpol. Ihr Auftrag: Daten sammeln über den Ozean, das Eis, die Atmosphäre und das Leben.

Von Menschen, Tieren und Corona

Wie fragil das Leben ist, hat in den letzten Monaten die Corona-Pandemie gezeigt, die ebenfalls im Programm gespiegelt wird. „Corona – Das Virus und das Pangolin“ (nominiert für den Deutschen Filmpreis Biodiversität) und der Kurzfilm „Reise nach innen – Schlemmen in Corona“ (außer Konkurrenz) fragen sowohl nach den Ursachen als auch den Auswirkungen der weltweiten Krisensituation.

Der Sieger der Herzen wird am letzten Tag der NaturVision prämiert. Alle Besucher des Festivals sind aufgerufen, ihren Lieblingsfilm aus dem Wettbewerbsprogramm zu wählen. Der Verkündung des Publikumspreises soll am Sonntag, den 18. Juli 2021, um 15 Uhr im Central Filmtheater Ludwigsburg stattfinden.

Festivalpass für rund 100 Filme und Rahmenprogramm

Der NaturVision-Festivalpass ist für 18 Euro zu haben (Soli-Pass für 25 Euro). Er bietet neben den Filmen auch Zugriff auf das gesamte Rahmenprogramm und den Live-Stream des Science Slams am Freitag, den 16.7., ab 19 Uhr.

(Elisa Reznicek)


Hinweis: Das Haus des Dokumentarfilms (HDF) ist Medienpartner der NaturVision. Diese Tatsache hat allerdings keinen Einfluss auf die geäußerten Meinungen der Redakteur:innen des HDF.  

Tags: doknews

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