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DOK Premiere: „Heimat Natur“ von Jan Haft am 18.07.21

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Am Sonntag, dem 18. Juli 2021 zeigt das Haus des Dokumentarfilms die zweite DOK Premiere nach der Corona-Pause. „Heimat Natur“ von Jan Haft ist um 11 Uhr im Caligari Kino in Ludwigsburg und um 14 Uhr im Arthauskino Delphi in Stuttgart zu sehen.

DOK Premiere Heimat Natur Karte

Eine bildgewaltige Reise durch die Natur unserer Heimat, von den Gipfeln der Alpen bis an die Küsten und in die Tiefen von Nord- und Ostsee. Jan Haft gehört zu den wichtigsten deutschen Natur- und Tierfilmern. In außergewöhnlichen Bildern zeigt er diese Natur und untersucht den Zustand der heimischen Lebensräume, in die der Mensch oft eingreift. Zeitlupen- und Zeitrafferaufnahmen sowie intime Aufnahmen von wohlvertrauten und unbekannten Arten, machen „Heimat Natur“ zu einem cineastischen Naturerlebnis für die ganze Familie.

Die Natur erleben

Sanftes Blätterrauschen im Herbstwald, duftende Blumenwiesen, gurgelnde Priele im Wattenmeer, Kuhglockengeläut auf einer Almwiese, Getreideähren und Mohnblumen vor der untergehenden Sonne – Szenen, die für viele von uns Symbol stehen für unsere Natur, für Heimat. Den Kommentar spricht der bekannte Schauspieler Benno Fürmann. Es ist eine Produktion der nautilusfilm GmbH – Natural History Germany in Zusammenarbeit mit der Heinz Sielmann Stiftung, dem Bayerischen Rundfunk und arte.

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© nautilusfilm / polyband Medien GmbH

Natur und Landschaften prägen Deutschland

Aber was genau ist unsere Natur? Mehr als drei Viertel unseres Landes sind mit Wald, Wiesen und Feldern bedeckt. Einiges ist Wasserfläche und sogenanntes Unland, also Felsen, Sandgebiete, Abraumhalden. Weniger als 14% sind in irgendeiner Form bebaut. Unsere Heimat besteht also vor allem aus dem, was wir Natur nennen.

Nachdem sich das Erscheinungsbild der Landschaft über Jahrhunderte langsam entwickelt hatte, setzt Mitte des 20. Jahrhunderts eine fast sprunghafte Veränderung ein. Neue Technologien führen dazu, dass alte und lange währende Landschaftsbilder durch neue ersetzt werden. Agrarchemie und -maschinen, Mobilisierung und Globalisierung krempeln die Heimat um. „Heimat Natur“ lädt am Ende der ‚UN-Dekade Biologische Vielfalt‘ dazu ein, zurück und nach vorne zu blicken.

Was war, was ist, was mag kommen? Eine Reise durch Deutschlands prägendste, schönste, und besonders typische Landschaften. Vom Gebirge bis zum Wattenmeer. Immer auf der Suche nach einer richtigen Erkenntnis: Wie geht es unserer Natur?

Der Mensch verändert die Natur

Das Verschwinden von Adler, Biber, Fischotter und Wolf galt in der Mitte des letzten Jahrhunderts als logische Konsequenz der sich ausbreitenden Zivilisation. Heute sind all diese Arten wieder da. Auch das Waldsterben, das in den 1980er Jahren vielen in der Naturschutzbewegung schier unabänderlich erschien, war irgendwann kein Thema mehr. Dafür kommen überraschend Tiergruppen unter die Räder, die getrost als systemisch bezeichnet werden dürfen, so wie die Insekten.

Und das Waldsterben ist plötzlich wieder da, als Folge des Klimawandels; vielleicht bedrohlicher als jemals zuvor. Unsere Meere sind voller Mikroplastik, aber Robben und Wale und andere bedrohte Spezies breiten sich wieder aus. Unsere Flüsse: verbaut und verschlammt, aber Biber und Lachs kehren zurück. Die bunten Wiesen verschwinden, während viele Moore wieder wachsen.

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© nautilusfilm / polyband Medien GmbH

Natur muss geschützt werden

Werden die schönen, romantischen Bilder, die wir gerne mit dem Begriff Heimat in Verbindung bringen, bald der Vergangenheit angehören? Oder ist alles nur Panikmache? Der Dokumentarfilm endet voller Zuversicht: Das Anthropozän, das Zeitalter des Menschen, muss keineswegs in eine Katastrophe münden. Auch nicht in einen unaufhaltsamen Schwund an Lebensräumen und Arten. Wir haben das Wissen, die Methoden und zunehmend auch das Bedürfnis: Lasst uns die Natur schützen!

Buch zum Film

Mit dem Kinostart erscheint das gleichnamige Buch „Heimat Natur“ im Penguin Verlag. Der Biologe und preisgekrönte Naturfilmer Jan Haft lenkt darin unseren Blick auf das unscheinbare Detail genauso wie auf das große Ganze der heimischen Natur und führt uns ihren Wert, ihre Schönheit und ihre Gefährdung vor Augen.

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© nautilusfilm / polyband Medien GmbH

Vorführtermine:

So. 18. Juli 2021, 11.00 Uhr Caligari Kino Ludwigsburg
Filmgespräch mit Regisseur Jan Haft, Produzentin Melanie Haft und Kay Hoffmann (Haus des Dokumentarfilms); Online-Kartenkauf notwendig unter www.kinokult.de

So. 18. Juli 2021, 14.00 Uhr Delphi Arthaus Kino Stuttgart
Filmgespräch mit Regisseur Jan Haft, Produzentin Melanie Haft und Goggo Gensch (Haus des Dokumentarfilms); Online-Kartenkauf notwendig unter www.arthaus-kino.de

Wegen der Pandemie ist nur eine begrenzte Platzzahl möglich und die Zuschauer:innen müssen die aktuell geltenden Hygiene-Regeln beachten.


(Kay Hoffmann)

Tags: DOKPremiere, Veranstaltung

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