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  • Berlinale und Dokumentarfilm VII 

    Der sudanesische Dokumentarfilm »Talking about Trees« von Suhaib Gasmelbari gewann den mit 50.000 € dotieren Glashütte Original Dokumentzarfilmpreis. Weitere Dokumentarfilme konnten bei den Preisen punkten. Kay Hoffmann mit seinem Abschlussbericht der diesjährigen Berlinale.

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  • Berlinale und Dokumentarfilme VI

    Landarbeiter in Brasilien, Bertolt Brecht, die amerikanische Filmkritikerin Pauline Kael und schließlich die deutsche Punkband »Die Toten Hosen« standen im Mittelpunkt von Dokumentarfilmen, die Kay Hoffmann heute vorstellt. Am Abend werden die diesjährigen Preise vergeben. 

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  • Berlinale und Dokumentarfilm V

    Mit verschiedenen Formen des zivilen Ungehorsams beschäftigten sich die drei Filme »Espero tua (re) volta«, »Shooting the Mafia« und »Die Grube«, die alle drei von Regisseurinnen gedreht wurden. Kay Hoffmann fasst seine Eindrücke zusammen.

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  • Berlinale und Dokumentarfilm IV

    In diesem Jahr sind mehrere Filme der Sektion Generation für den Glashüttepreis nominiert wie »Ringside«, »By the name of Tania« oder »Baracoa«. Kay Hoffmann hat die drei ebenso gesehen wie »Anthropocene: The Human Epoch« und »When Tomatoes met Wagner« und berichtet darüber.

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  • Berlinale und Dokumentarfilm III

    Ein packendes Porträt über Mario Adorf von Dominik Wessely, ein Selbstporträt von Agnes Varda und die Auseinandersetzung mit einem sehr alten Afrikabild sind Themen von drei Dokumentarfilmen, auf die Kay Hoffmann heute näher eingeht.

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  • Berlinale und Dokumentarfilme II

    Insgesamt laufen dieses Jahr 135 dokumentarische Produktionen auf der Berlinale, d.h. sie bestreiten rund ein Drittel des Programms. Festivaldirektor Dieter Kosslick sieht Dokumentarfilme als gute Seismographen der Welt und stellt fest, dass sie auf zunehmendes Publikumsinteresse stoßen. 

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  • Berlinale und Dokumentarfilme I

    Auf der diesjährigen Berlinale laufen wieder zahlreiche Dokumentarfilme aus der ganzen Welt in allen Sektionen – außer im Wettbewerb. Immerhin läuft Agnés Vardas »Varda par Agnés« außer Konkurrenz und die berühmte französische Filmemacherin wird in diesem Jahr mit einer Berlinale Kamera ausgezeichnet. Dafür laufen einige Dokumentarfilme in der Reihe »Berlinale Special« wie »Anthropocene« von Jennifer Baichwal, Nicholas de Penscier und Edward Burtynsky, ein bildmächtiger Film über die Folgen menschlichen Handelns auf die Welt.

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  • Dieter Kosslick unterschreibt 5050x2020 Erklärung

    Am ersten Berlinale Wochenende hat Festspieldirektor Dieter Kosslick die sogenannte „5050x2020“ Pledge unterschrieben. Bis 2020 sollen die Leitungen und Auswahlgremien des Festivals paritätisch besetzt werden und Filme von Regisseurinnen zu 50 Prozent im Programm vertreten sein.

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  • Nachruf Thomas Schneider (1964-2019)

    Das gesamte Team des Hauses des Dokumentarfilms ist sehr traurig und schockiert vom plötzlichen Tod von Thomas Schneider, der vergangene Woche gestorben ist – mitten aus dem Leben gerissen. Unser besonderes Mitgefühl gilt seiner Familie, die ihm immer sehr wichtig war.

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  • Im vergangenen Jahr war auf den dokumentarischen Filmfestivals auffällig, dass es inzwischen ausgesprochen viele Dokumentarfilme zum ehemaligen Jugoslawien, dem dortigen Bürgerkrieg, dem schmerzhaften Prozess der Trennung und dem Erstarken des Nationalismus gab. Der Schweizer Animadoc-Film »Chris the Swiss« von Anja Kofmel war einer der stärksten und überzeugendsten Produktionen. Er hat nun die deutschen Kinos erreicht und ist ein sehr gutes Beispiel, wie man Dokumentarfilm und Animation vorbildlich verknüpfen kann. Dies wird in diesem Jahr auch ein Thema bei Dokville (www.dokville.de) sein, dem Branchentreff des Hauses des Dokumentarfilms, der vom 27.-28. Juni in Stuttgart stattfinden wird.

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  • Das Warten auf den Tod und ein Wunder im Konzerthaus: Wieso ausgerechnet die Aufführung der 7. Symphonie von Dimitri Schostakowitsch zum Wendepunkt im Vernichtungskrieg der deutschen Wehrmacht gegen Russland wurde, erzählt das Doku-Drama »Das Wunder von Leningrad« mit großen Bildern und nach authentischen Quellen. Der rbb zeigt dieses Dokudrama aus der gebrueder beetz filmproduktion bis 3. Februar 2019 in seiner Mediathek. Es ist ein gelungenes Großprojekt mit historischem Wissen und emotionalem Tiefgang.

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  • Wie real ist das, was uns der Dokumentarfilm für echt vorsetzt? Eine Diskussion, die nicht erst durch jüngste Ereignisse rund um den Spiegel und den WDR geführt wird, sondern schon in der ersten Sekunde der Filmgeschichte hätte beantwortet werden müssen. Auch in der DOK Premiere von »Berlin Excelsior«, einem sehenswerten Dokumentarfilm von zwei jungen Filmemachern über Bewohner eines Hochhauses, war der Wunsch spür- und hörbar, sich über Authentizität und Inszenierung sowie über die Verantwortung des Filmenden für seine Protagonisten auszutauschen. Die wichtigste Aussage in dieser Hinsicht: Es lässt sich nicht immer alles realisieren, was geplant war; und nicht alles, was gefilmt wird, war auch so vorausgedacht.

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»Die Fifa-Familie« online sehen

Ausgehend von der umstrittenen Wahl Katars zum WM-Ausrichter 2022 entschlüsselt der dänische Dokumentarfilm »Die Fifa-Familie - Eine skandalöse Liebesgeschichte«, wie Korruption, Steuerhinterziehung und Stimmenverkauf in der Fifa funktioniert. Ein Film, der alle sprachlos werden lässt, die immer glauben, dass es im Fußball um einen Ball und 22 Spieler geht. Bis 15. März 2018 in der Arte-Mediathek abrufbar.

In manchen Familien gelten eigene Gesetze und die müssen nicht unbedingt mit denen übereinstimmen, die für andere Menschen und Organisationen gelten. Dass für die Fifa, den mächtigen Welt-Fußballverband, ganz besonders eigene Gesetze gelten, erlebte man schon lange. Doch erst in den letzten Jahren sind die Machenschaften um WM-Vergaben, um Anreizzahlungen für Stimmabgaben, um mysteriöse Umschläge mit Tausenden von Dollars, die an Exekutivmitglieder ausgeteilt wurden, ans Licht der Öffentlichkeit geraten.


Die Fifa-Familie (Arte-Mediathek)

(Video laut Sender abrufbar bis 15. März 2018)

Dass dies heute - zumindest teilweise - publik ist, ist einem Mann zu verdanken, der viele Jahre an dem System der Fifa-Familie partizipiert hat: Chuck Blazer, dem ehemaligen Generalsekretär des amerikanischen Fußballverbandes CONCACAF. Chuck Blazer, den sie auch »Mr. Zehn Prozent« nannten, weil er von Zahlungen an den Fußballverband stets einen eigenen Anteil absteckte, wurde zu Whistleblower gegen die Fifa. Er wurde dies nicht einfach so, er wurde es unter Druck. Denn im Jahre 2011 nahm das FBI Ermittlungen gegen ihn auf. Wegen Steuerhinterziehung und auch wegen den Machenschaften um die Vergabe der WM 2022 an Katar. Die Wahl, bei der die USA eigentlich fest mit einem Zuschlag gerechnet hatten, gilt heute mehr den je als »gekauft«.

Chuck Blazer wurde unter dem Druck des FBI zum Informanten. Er gewährte Einblicke in die Fifa-Familie und ging sogar mit verstecktem Diktiergerät zu Treffen, um seine eigen Haut zu retten. Im Herbst 2017 ist Chuck Blazer gestorben. Die Geschichte des Skandals, den er ausgelöst hat, wird in der dänischen Dokumentation »Die Fifa-Familie - Eine skandalöse Liebesgeschichte« maßgeblich von Mary Lynn Blanks nacherzählt. Sie war jahrelang die Lebensgefährtin Blazers und gewann an seiner Seite tiefe Einblicke in die Familie.

Das Faktengerüst dieser brisanten Dokumentation hat das dänische Filmteam mit sorgfältiger journalistischer Recherche aufgebaut. So analysieren sie zum Beispiel, weshalb Michel Platini, damals Vertreter der Uefa (des europäischen Fußballverbandes) seine Stimme überraschend an Katar gab und nicht, wie eigentlich versprochen, für die Amerikaner. Platini, ein enger Freund des französischen Staatspräsidenten Nicholas Sarkozy, soll laut der Dokumentation auf politischen Druck gehandelt haben. Frankreich hoffte auf gute wirtschaftliche Geschäfte mit Katar.

Was die Dokumentation in einer Stunde aufdeckt, benennt und enthüllt, hat die Brisanz, um endgültig klar zu machen, dass die Fifa-Familie nach eigenen Gesetzen handelt. Aus dem Rechtsverständnis der Außenstehenden, ist das nur mit Unrecht zu übersetzen.

Den wichtigsten Satz sagt kurz vor Schluss des Filmes eine Interviewte, die Katar bei seiner WM-Bewerbung damals beriet. Auf die Frage hin, ob man, nachdem nun klar sei, dass die Wahl gekauft war, Katar die WM entziehen solle, sagt sie: »Ich glaube nicht, dass sie (Katar) etwas anderes gemacht haben als die anderen (Bewerbe).« Will heißen: Die einen waren schlechter, die anderen besser. Das wiederum ist der Grundgedanke von Sport - im Fifa-Fußball-Kosmos zu einer monströsen Geld- und Korruptionsmaschine gewandelt.

Die Fifa-Familie - Eine skandalöse Liebesgeschichte
Dokumentation, DK 2017, 59 Minuten
Regie: Niels Borchert Holm

 (Thomas Schneider)

Tags: Online Tipps