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  • Alexa, sag' mir, wann Amazon die Welt beherrschen wird: Gibt es einen Mittelweg zwischen Amazon-Totalverweigerung und einer Prime-Mitgliedschaft für die ganze Familie? Der Filmemacher David Carr-Brown analysiert für seinen Dokumentarfilm »Der unaufhaltsame Aufstieg von Amazon« (bei Arte bis 17. Dezember 2018 in der Mediathek), wie der Onlinehändler zum Global Player wurde und was das für Folgen hat. Fans und Zweifler kommen zu Wort und natürlich Amazon-Boss Jeff Bezos. In der Analyse, woher alles kam, liefert der Film saubere Fakten; In der Prognose, wohin das alles führt, bleibt er vage. »Darauf habe ich leider keine Antwort«, würde Alexa sagen...

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  • Mutige, kluge und selbstbestimmte Frauen stehen im Zentrum von Barbara Millers Dokumentarfilm. Sie brechen das Tabu des Schweigens über die Scham, die ihnen ihre Gesellschaft oder die Religion mit archaisch-patriarchalen Strukturen auferlegt. Mit unfassbar positiver Energie und aller Kraft setzen sie sich für sexuelle Aufklärung und Selbstbestimmung aller Frauen ein. Der Film wird am Mittwoch, 12. Dezember, 19:30 Uhr, im Ludwigsburger Kino Caligari als DOK Premiere gezeigt. Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit der Regisseurin Barbara Miller, dem Ko-Produzenten Arek Gielnik (indi film) und Kay Hoffmann vom Haus des Dokumentarfilms) statt.

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  • Dokville findet im Jahr 2019 vom Donnerstag, 27. Juni bis Freitag, 28. Juni, in Stuttgart (Kino Metropol 3) statt. Schwerpunktthemen des 15. Branchentreffs vom Haus des Dokumentarfilms sind Animations-Sequenzen in dokumentarischen Formaten und dokumentarische Animationsfilme.

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  • Mit einer feierlichen Preisverleihung ging am Sonntag die 24. Filmschau Baden-Württemberg zu Ende. Fünf Tage volles Programm mit Premieren, Filmvorführungen, Diskussionen, Workshops, Meisterklassen und Empfängen. Das Festival hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt und zeigt, wie bunt und vielfältig das Filmschaffen im Ländle sich entwickelt hat. Nur bei zehn Produktionen war die MFG Filmförderung direkt beteiligt. Das lag natürlich auch daran, dass sehr viele Nachwuchsfilme und Hochschularbeiten präsentiert wurden.

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  • Das Schicksalsjahr 1939 ist in vielerlei Hinsicht der Beginn eines ganz dunklen Kapitels der Weltgeschichte. Nicht so aber in New York, wo der aus Deutschland geflohene Alfred Löw in diesem Jahr seine erste Jazz-Schallplatte aufnehmen lässt und damit »Blue Note Records« gründet. Die Geschichte von Löw alias Alfred Lion, seinem Freund und Geschäftspartner Francis Wolff und dem wichtigsten Jazzlabel der Welt erzählt der Dokumentarfilmer Eric Friedler in »It must schwing«. Der Film ist noch bis zum 16. Dezember in der Mediathek von Das Erste zu sehen.

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  • Manchmal bedarf es ein wenig Abstand, um zu sehen, ob etwas ganz okay oder sogar besser als das ist. Bei der Frage, wie sich in den letzten 70 Jahren Hunderttausende von Menschen in Baden-Württemberg integriert haben, hat das Haus des Dokumentarfilms ganz genau hingesehen und daraus ein Zeitzeugen- und Dokumentationsportal erstellt, das Mut macht: »Daheim in der Fremde« heißt es und es erzählt viele »Geschichten vom Ankommen«, die belegen, dass hier Etwas besonders gut gelungen ist. Vor Jahresfrist als Web- und Multimediaprojekt gestartet, hat das Portal nun bei einer Präsentation in Stuttgart die nächste Phase erreicht. »Das Projekt geht weiter«,

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  • Eine Bandbreite unterschiedlicher Themen erzählt in der Fülle filmischer Handschriften. Das war das 31. Internationale Dokumentarfilmfestival Amsterdam, das vom 14. bis 25. November 2018 stattfand. Unsere Kollegin und Dokville-Kuratorin Astrid Beyer besuchte für Dokumentarfilm.info das größte internationale Dokumentarfilmfestival und schildert einige ihrer Beobachtungen. Darunter u.a. die neuen Dokumentarfilme von Nikolaus Geyrhalter (»Die bauliche Maßnahme«) und Fredrick Wiseman (»Monrovia, Indiana«).

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  • Die Hells Angels haben in der Öffentlichkeit und den Medien das Image einer kriminellen Vereinigung, die mit Gewalt, Drogenhandel und Prostitution in Verbindung gebracht wird. Umso verblüffter war Regisseur Marcel Wehn, als er während seines Studiums an der Filmakademie Baden-Württemberg in der Zeitung über ein spannendes Fotoprojekt las zur Judendeportationen in Stuttgart während der NS-Zeit las. Der Fotograf war Lutz Schellhorn. Er ist zugleich Präsident der Hells Angels in Stuttgart. Diese Ambivalenz interessierte den Regisseur. Deshalb wollte er einen Dokumentarfilm über Schellhorn drehen. Der sorgte 2015, als er in die Kinos kam, für Furore. Der Hessische Rundfunk zeigt »Ein Hells

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  • Weihnachten kommt auch in diesem Jahr mit großer Sicherheit. Aber zuvor kommt die Adventszeit und die bringt in diesem Jahr den ersten klickbaren und dokumentarischen Adventskalender aus dem Haus des Dokumentarfilms mit 24 Filmchen hinter 24 digitalen Türchen. Wir haben tief in den tausenden von Filmen der Landesfilmsammlung Baden-Württemberg gegraben und bieten nun bis zum 24. Dezember ein Erlebnis aus früheren Adventszeiten zum Nachsehen und Mitschmunzeln an.

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  • Er war der vielleicht stärkste Mann der DDR, er kontrollierte 175.000 Stasi-Mitarbeiter und er ließ Millionen überwachen. Am Ende war er ein scheinbar haftunfähiger Greis, der für einen 60 Jahre zuvor begangenen Polizistenmord verurteilt wurde. Das Dokudrama »Erich Mielke - Meister der Angst« (am Sonntagabend im MDR) versucht, die vielen Gesichter und Facetten des »Genossen Minister« zu zeigen. Eine vielschichtige Aufarbeitung, die Mielkes Wesenszug herausstellt, der ihm den Aufstieg ermöglichte: Brutalität gepaart mit Fanatismus.

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  • Das vom Haus des Dokumentarfilms (Stuttgart) realisierte audiovisuelle Onlineprojekt »Daheim in der Fremde« ist am Donnerstag, 22. November 2018, in Stuttgart mit dem Förderpreis beim Russlanddeutschen Kulturpreis 2018 des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet worden. Das Webportal erzählt in filmischen Zeitzeugen-Interviews, Texten, Fotos und in moderner, digitaler Aufbereitung von der Zuwanderer-Integration früherer Generationen. Das Modul über russlanddeutsche Zuwanderer nach dem Zweiten Weltkrieg wurde von der Preisjury stellvertretend für das gesamte Projekt ausgezeichnet.

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  • Wenn sie sterben, sterben auch wir: Markus Imhoofs aufwendiger und in jeder Hinsicht überzeugender Dokumentarfilm »More than Honey« war 2012 und 2013 der erfolgreichste deutschsprachige Film des Genres. Er lockte Menschen ins Kino und vor den Fernseher, die um Dokumentarfilme sonst einen Bogen machen. Wer den Film über den Tod der Bienen und ihre Bedeutung für das Gleichgewicht in der Natur noch nicht gesehen hat, kann dies in der Nacht zum Freitag oder am Sonntagabend nachholen. 3sat zeigt den Film am Donnerstagabend zur Prime time im Rahmen der Jubiläumswoche »15 Jahre Dokumentarfilmzeit«.

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»Die Fifa-Familie« online sehen

Ausgehend von der umstrittenen Wahl Katars zum WM-Ausrichter 2022 entschlüsselt der dänische Dokumentarfilm »Die Fifa-Familie - Eine skandalöse Liebesgeschichte«, wie Korruption, Steuerhinterziehung und Stimmenverkauf in der Fifa funktioniert. Ein Film, der alle sprachlos werden lässt, die immer glauben, dass es im Fußball um einen Ball und 22 Spieler geht. Bis 15. März 2018 in der Arte-Mediathek abrufbar.

In manchen Familien gelten eigene Gesetze und die müssen nicht unbedingt mit denen übereinstimmen, die für andere Menschen und Organisationen gelten. Dass für die Fifa, den mächtigen Welt-Fußballverband, ganz besonders eigene Gesetze gelten, erlebte man schon lange. Doch erst in den letzten Jahren sind die Machenschaften um WM-Vergaben, um Anreizzahlungen für Stimmabgaben, um mysteriöse Umschläge mit Tausenden von Dollars, die an Exekutivmitglieder ausgeteilt wurden, ans Licht der Öffentlichkeit geraten.


Die Fifa-Familie (Arte-Mediathek)

(Video laut Sender abrufbar bis 15. März 2018)

Dass dies heute - zumindest teilweise - publik ist, ist einem Mann zu verdanken, der viele Jahre an dem System der Fifa-Familie partizipiert hat: Chuck Blazer, dem ehemaligen Generalsekretär des amerikanischen Fußballverbandes CONCACAF. Chuck Blazer, den sie auch »Mr. Zehn Prozent« nannten, weil er von Zahlungen an den Fußballverband stets einen eigenen Anteil absteckte, wurde zu Whistleblower gegen die Fifa. Er wurde dies nicht einfach so, er wurde es unter Druck. Denn im Jahre 2011 nahm das FBI Ermittlungen gegen ihn auf. Wegen Steuerhinterziehung und auch wegen den Machenschaften um die Vergabe der WM 2022 an Katar. Die Wahl, bei der die USA eigentlich fest mit einem Zuschlag gerechnet hatten, gilt heute mehr den je als »gekauft«.

Chuck Blazer wurde unter dem Druck des FBI zum Informanten. Er gewährte Einblicke in die Fifa-Familie und ging sogar mit verstecktem Diktiergerät zu Treffen, um seine eigen Haut zu retten. Im Herbst 2017 ist Chuck Blazer gestorben. Die Geschichte des Skandals, den er ausgelöst hat, wird in der dänischen Dokumentation »Die Fifa-Familie - Eine skandalöse Liebesgeschichte« maßgeblich von Mary Lynn Blanks nacherzählt. Sie war jahrelang die Lebensgefährtin Blazers und gewann an seiner Seite tiefe Einblicke in die Familie.

Das Faktengerüst dieser brisanten Dokumentation hat das dänische Filmteam mit sorgfältiger journalistischer Recherche aufgebaut. So analysieren sie zum Beispiel, weshalb Michel Platini, damals Vertreter der Uefa (des europäischen Fußballverbandes) seine Stimme überraschend an Katar gab und nicht, wie eigentlich versprochen, für die Amerikaner. Platini, ein enger Freund des französischen Staatspräsidenten Nicholas Sarkozy, soll laut der Dokumentation auf politischen Druck gehandelt haben. Frankreich hoffte auf gute wirtschaftliche Geschäfte mit Katar.

Was die Dokumentation in einer Stunde aufdeckt, benennt und enthüllt, hat die Brisanz, um endgültig klar zu machen, dass die Fifa-Familie nach eigenen Gesetzen handelt. Aus dem Rechtsverständnis der Außenstehenden, ist das nur mit Unrecht zu übersetzen.

Den wichtigsten Satz sagt kurz vor Schluss des Filmes eine Interviewte, die Katar bei seiner WM-Bewerbung damals beriet. Auf die Frage hin, ob man, nachdem nun klar sei, dass die Wahl gekauft war, Katar die WM entziehen solle, sagt sie: »Ich glaube nicht, dass sie (Katar) etwas anderes gemacht haben als die anderen (Bewerbe).« Will heißen: Die einen waren schlechter, die anderen besser. Das wiederum ist der Grundgedanke von Sport - im Fifa-Fußball-Kosmos zu einer monströsen Geld- und Korruptionsmaschine gewandelt.

Die Fifa-Familie - Eine skandalöse Liebesgeschichte
Dokumentation, DK 2017, 59 Minuten
Regie: Niels Borchert Holm

 (Thomas Schneider)

Tags: Online Tipps