Das Münchener DOK.fest geht heute zu Ende. Festivalleiter Daniel Sponsel gab sich bereits vor Abschluss des Wettbewerbs hoch zufrieden: »Es zeichnet sich ab, dass wir in diesem Jahr mehr als 20.000 Zuschauer haben werden, das sind noch einmal zwanzig Prozent mehr als im Rekordjahr 2012», sagte er vorab der Presse. Mittlerweile stehen auch die »Viktors« fest. So heißen ab sofort die Preise, die beim Münchener Dokumentarfilmfestival vergeben werden. Auffallende Analogie der Preise: alle Siegerfilme behandeln Migrationsthemen.
In München hat das diesjährige DOK.fest begonnen - das vor allem in den letzten Jahren stark gewachsene Dokumentarfilmfestival der bayerischen Landeshauptstadt. Auch das HAUS DES DOKUMENTARFILMS ist dort mit einem Programmpunkt vertreten: Kay Hoffmann wird sich mit einem dokumentarischen Sonderformat beschäftigen: mit der »Visualisierung von Vergangenem im Dokumentarfilm«. Dazu werden ausgewählte Filme wie »Neukölln unlimited« (Foto links) analysiert.
Wie wirken heute die Bilder des Zweiten Weltkriegs aus russischer und deutscher Perspektive? An der traditionsreichen Moskauer Filmhochschule (VGIK) fand jetzt zu diesem Thema eine bilaterale Konferenz statt. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Historischen Institut Moskau wurde bei der Tagung »Das Kriegsbild: Propaganda und Chronik von zwei Seiten der Front« die Berichterstattung in den Wochenschauen aus deutscher und russischer Sicht verglichen. Im Mittelpunkt standen dabei die Arbeit der Kameramänner und die Authentizität der Bilder.
Triumph für die kleinen, fleißigen und vom Völkersterben betroffenen Bienen: der Dokumentarfilm »More than honey« hat nach dem Kinopubikum auch die Deutsche Filmakademie überzeugt. Am Freitagabend wurde der unter anderem von zero one produzierte Dokumentarfilm mit der Lola als bester deutscher Dokumentarfilm 2013 geehrt. Produzent Thomas Kufus nahm den Preis bei der Gala in Berlin entgegen. Mit dem Ehrenpreis der Akademie wurde außerdem der Dokumentar- und Spielfilmregisseur Werner Herzog geehrt.
Vom 20. bis 21. Juni dreht sich bei DOKVILLE 2013 dem Branchentreff Dokumentarfilm, wieder alles um den Dokumentarfilm und seine vielfältigen Genres und Formen. Eröffnet wird die Tagung in diesem Jahr von Erwin Wagenhofer. Der österreichische Autor und Filmemacher erhielt im Jahr 2009 den Deutschen Dokumentarfilmpreis für »Let’s Make Money«. Das vom HAUS DES DOKUMENTARFILMS organisierte Treffen von Produzenten, Autoren, Redakteuren und allen am Dokumentarfilm Interessierten findet zum neunten Mal statt. Wir stellen einige Höhepnkte vor.
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