Dieser Sender schafft es normalerwiese nicht nach oben auf unsere TV-Tipps-Liste, aber heute zeigt Super RTL eine Doku über die Erfolgsgeschichte der Filmanimationsfirma Pixar. Das könnte interessant werden und in vielen von uns das Kind wieder erwachen lassen. Wer weniger was für Kinder, dafür aber was für starke Frauen übrig hat, sollte sich "Rekordjagd in eisigen Höhen" ansehen und erleben, wie die Weltspitze der Bergsteigerinnen alle Achttausender erklimmt. Weitere Tipps hier im Überblick.
Freitag, 10. August
Einsfestival, 17.00: Rekordjagd in eisigen Höhen
Als die Südkoreanerin Oh Eun-Sun am 27. April 2010 den Gipfel der 8091 Meter hohen Annapurna erreichte, ging sie damit in die alpine Geschichte ein: Als erste Frau war es ihr gelungen, alle 14 Achttausender der Welt zu besteigen. Live übertrug das südkoreanische Fernsehen, wie die 44-Jährige die Flagge ihres Heimatlandes in den Schnee steckte. Oh Eun-Sun war damit die Siegerin eines am Ende fast dramatischen Wettlaufs.
Rekordjagd in eisigen Höhen
Regie: Victor Grandits, Dokumentation, 45 Minuten
Arte, 20.15: Auf der Suche nach außerirdischem Leben Teil I und II
In der Weltraumforschung vollzieht sich derzeit eine Revolution. Zum einen kennen die Wissenschaftler die Voraussetzungen für die Entstehung von Leben in weit entfernten Regionen des Sonnensystems immer besser. Zum anderen haben sie erkannt, dass Leben auch unter weit extremeren Bedingungen, als bisher angenommen möglich, ist. Bald werden sie also die immer wiederkehrende Frage, ob es anderswo als auf der Erde Leben gibt, beantworten können. Die Dokumentation begleitet die Wissenschaftler bei ihrer ebenso spannenden wie beeindruckenden Suche nach Leben im Weltall.
Auf der Suche nach außerirdischem Leben
Teil II um 21.10
Regie: Oliver Twinch, Dokumentationsreihe, USA 2011, je 53 Minuten, Arte F
Phoenix, 22.00: Lieber Onkel Hitler
Kaum ein historisches Dokument bringt einem die Geschichte des Dritten Reichs lebendiger nahe als die persönlichen, privaten Briefe eines Volkes an "seinen" Diktator. Ein Schatz von mehr als 100.000 Botschaften aus dem Volk wurde erst vor kurzem geborgen. In einem Moskauer Spezialarchiv hatte die Post der Deutschen an ihren Führer sechs Jahrzehnte unbemerkt überdauert. Deren Inhalt zeigt unzensiert die damalige Volksseele: persönliche Offenbarungen der Absender an den Empfänger, konservierte Hoffnungen, Sehnsüchte und Ängste, Liebesbriefe, Treuebekundungen, Geburtstagsgrüße, Bitten und selten auch Worte des Aufbegehrens.
Lieber Onkel Hitler
Regie: Mathias von der Heide, Michael Kloft, Dokumentation, D 2010, 60 Minuten
Super RTL, 22.55: Das Erfolgsgeheimnis von Pixar (Pixar: 25 Magic Moments)
Toy Story, Findet Nemo, Cars und Oben sind nur ein kleiner Teil der Animationsklassiker aus dem Hause Pixar. Anlässlich des 25. Geburtstages des zur Walt Disney Company gehörenden Unternehmens blickt die BBC hinter die Kulissen der Filmemacher und zeigt unvergessene Momente der Pixar-Geschichte. Dazu zählt unter anderem das Jahr 1995. Toy Story, der erste komplett computeranimierte Spielfilm, kam in die Kinos und Pixar schrieb damit Filmgeschichte. Diesen Erfolg haben die Animationsstudios vor allem einem Mann zu verdanken - Steve Jobs. Der kürzlich verstorbene Apple-Gründer stieg bereits Mitte der 80er Jahre in das Unternehmen ein und unterstützte es seither finanziell. Neben einem Sonder-Oscar (erster animierter Spielfilm) für Toy Story erhielt Pixar in den letzten Jahren insgesamt zwölf der begehrten. Natürlich haben auch prominente Gesichter, wie Tim Allen, Tom Hanks, Holly Hunter und Michael Keaton, eine besondere Beziehung zu Pixar. Ob als Synchronsprecher oder klassische Kinobesucher, sie alle sind im Laufe ihrer Karriere mit Pixar in Berührungen gekommen und erzählen in der Dokumentation ihre ganz persönlichen Geschichten.
Das Erfolgsgeheimnis von Pixar
Regie: Richard Mills & Paul Wright, Dokumentation, GB 2011, 80 Minuten, BBC
Phoenix, 23.00: Herrenkinder
In den Nationalpolitischen Erziehungsanstalten, kurz "Napola" und den Adolf-Hitler-Schulen sollte während des Dritten Reiches die Elite des Landes und ein "ganz neuer Mensch" herangebildet werden. Filmemacher Eduard Erne und Christian Schneider haben für diese Dokumentation ehemalige Schüler der Internatsschulen zu den nationalsozialistischen Erziehungsanstalten befragt.
Herrenkinder
Regie: Christian Schneider, Eduard Erne, Dokumentation, D 2011, 55 Minuten
WDR, 23.15: Unsere 50er Jahre – Wie wir wurden, was wir sind (5/6) Schritte ins Leben
In der zweiten Hälfte der 50er Jahre setzen die Kriegskinder erste Schritte in das eigene Leben. Peter Süß sortiert nachts Pakete bei der Post oder schüttelt als Barkeeper Cocktails. Mit einer Vespa wird er zum König seiner Clique. Jakob Horowitz will nicht in Deutschland bleiben, sondern zurück nach Israel. Doch dann kreuzt eine junge Frau aus Leipzig seinen Weg - und seine Pläne ändern sich. Rose Brock flüchtet aus der DDR in die BRD nach Stuttgart. Ihr Vater ist immer noch im Gefängnis in Bautzen. 25 Jahre Haft wegen angeblicher Spionage soll er absitzen - aber dann wird er plötzlich freigelassen. Heinz Oppermann gehört zu den letzten Kriegsgefangenen, die aus sowjetischen Lagern entlassen werden. Doch in seine Heimat, das Memelland, kann er nicht zurückkehren.
WDR, 00.00 (Fr-Sa): Unsere 50er Jahre – Wie wir wurden, was wir sind (6/6) Bittere Geschichten
Ende der 50er Jahre wird Deutschland von seiner Geschichte eingeholt. Auch Dirk Kuhl, gerade 18 Jahre alt geworden, kann das Schweigen über die Vergangenheit nicht mehr ertragen - und erfährt die Wahrheit über seinen Vater. Renate Bebensee aus Hamburg ist 17 Jahre alt und schwanger. Ihre Mutter fürchtet einen Skandal und zwingt sie zur Abtreibung. Doch eine Abtreibung ist ebenso verboten wie gefährlich. Hans-Georg Ullrich lebt in Magdeburg und träumt von einer Karriere als Fotograf und Kameramann. In der DDR will man aus ihm einen Melker machen. So sieht er keine Zukunft mehr in Magdeburg und will in den Westen. Aber die Grenzen werden immer strenger kontrolliert. Heinz Oppermann findet nach über 10 Jahren Arbeitslager in der Sowjetunion ein neues Zuhause in Bonn. Dort trifft er seine zukünftige Frau- und fährt mit ihr in den ersten Urlaub seines Lebens.
Unsere 50er Jahre - Wie wir wurde, was wir sind
Regie: Jan Schütte, Thomas Kufus, Dokumentationsreihe, je 45 Minuten, WDR
(Katja Silberzahn | Quellen und Fotos: alle o.g. Sender und Webseiten, tvtv.de | Änderungen im Programm möglich)