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TV-Tipps 9. August: Festival Feeling

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Donnerstag, 9. August


Einsfestival, 14.45: Perfekte Mädchen
Lisa und Lea haben einen Traum: Sie wollen Balletttänzerinnen werden, gefeierte Ballerinen. Beide Mädchen besuchen die weltberühmte John Cranko-Ballettschule in Stuttgart. Die Regisseurin Inga Bremer hat beide Mädchen mit ihrer Kamera begleitet.

Perfekte Mädchen
Regie:  Inga Bremer, Dokumentation, D 2011, 60 Minuten, SWR


Arte, 21.40: Kein Mensch mehr im All?
Im Februar 2010 beschließt US-Präsident Barack Obama die Einstellung des NASA-Programms der bemannten Mondraumfahrt und eine Neuausrichtung der amerikanischen Raumfahrtpolitik. Vorangegangen war diesem Beschluss eine Untersuchung der beiden unterschiedlichen Ansätze, die die Weltraumforschung prägen. Da ist zum einen die prestigeträchtige, aber enorm teure bemannte Raumfahrt. Und zum anderen gibt es immer leistungsfähigere roboter- und rechnergesteuerter Satelliten, Raumsonden und Teleskope. Die Dokumentation stellt Vor- und Nachteile beider Forschungsrichtungen einander gegenüber.

Kein Mensch mehr im All?
Regie: Frédéric Compain, Serge Brunier, Dokumentation, CDN/F 2012, 53 Minuten, Arte F


SWR, 22.30: Hermann Hesse – Der Weg nach innen
Am 9. August 2012 jährt sich zum 50. Mal der Todestag des weltbekannten Schriftstellers und Nobelpreisträgers Hermann Hesse. Vor allem von jungen Lesern der 60er und 70er Jahre wurde er regelrecht verschlungen. Hesse selbst wurde zu einer Art Popstar, zu einem Guru einer Generation, die auf der Suche nach neuen Lebensformen war. Die Hesse-Welle wurde in den USA ausgelöst und gelangte auf diesem Umweg wieder nach Deutschland. "Siddhartha" und "Steppenwolf" gehörten zu den meistgelesenen Büchern, über 100 Millionen beträgt die Weltauflage von Hesses Werken. Das Filmporträt widmet sich der Wirkung Hesses auf seine Leserschaft und zeichnet die Stationen seiner Lebensreise nach, die einer Flucht glich. Die dramatische Kindheit im pietistischen Calw, der Drill in der Klosterschule Maulbronn im Schwarzwald, die zahlreichen abgebrochenen Versuche einer beruflichen Existenz, das geordnete Familienleben eines Schriftstellers in Gaienhofen am Bodensee, aus dem er immer wieder ausbrach bis ins ferne Indien, um endlich anzukommen im Leben, in Montagnola im Tessin. Der Filmautor Andreas Christoph Schmidt folgt Hesse ebenso auf seinem Weg nach innen und zeigt den Menschen, der sein Leben lang auf der Suche war - nach sich selbst, nach dem Sinn des menschlichen Daseins, nach einer angemessenen Lebensform. Zu Wort kommen der Herausgeber aller Hesse-Ausgaben Volker Michels, der Schweizer Schriftsteller Adolf Muschg, Hesses Enkel Silver und der Hesse-Biograph Heimo Schwilk.

Hermann Hesse - Der Weg nach innen
Regie: Andreas Ch. Schmidt, Dokumentation, 45 Minuten


mdr, 22.35: Frau Reichelt sucht sich ein Altersheim
Frau Reichelt ist 86, gesund und fit. Noch lebt sie völlig selbstbestimmt in ihrer schönen Wohnung in Berlin-Schöneberg. Den Gedanken, irgendwann einmal in ein Altersheim ziehen zu müssen, schob sie bislang vor sich her. Doch seit einiger Zeit fragt sie sich immer wieder, wie lange sie ihr Leben und ihren Haushalt wohl noch allein bewältigen kann. Sie krempelt darum die Ärmel hoch und macht sich auf die Suche nach ihrem vermutlich letzten Domizil. Sie schaut sich verschiedene Einrichtungen genau an, stellt kritische Fragen und wägt Vor- und Nachteile ab. Wie komfortabel ist die Wohnung? Wie gut ist die Versorgung im Krankheitsfall? Gibt es genügend Freizeitangebote? Wie zufrieden sind die Bewohner? Schon bald muss Frau Reichelt feststellen: die Altersheime von heute sind nicht schlecht - doch wird sie sich das eigentlich alles leisten können? Die Autorin Christel Sperlich und ihr Filmteam haben Frau Reichelt bei ihrer spannenden Expedition begleitet.

Frau Reichelt sucht sich ein Altersheim
Regie: Christel Sperlich, Reportage, 28 Minuten


rbb, 22.45: Grenzenlose Liebe - Rendezvous im Schatten der Mauer
Bukarest im Juli 1971. An einem vereinbarten Treffpunkt geht eine junge Frau nervös auf und ab. Seit zehn Tagen wartet sie auf einen Unbekannten - ihren Fluchthelfer. Wenn er auch an diesem Tag nicht erscheint, scheitert für Regina aus Ostberlin der zweite Versuch, zu ihrer ersten großen Liebe Eckhard in die BRD zu gelangen. Als sich die beiden 1967 auf einem Klassentreffen der Eltern kennenlernen, ist Regina gerade 17 Jahre alt. Zunächst nähern sie sich einander nur schüchtern, dann aber wächst die Zuneigung mit jedem Treffen. Eckhards entschlossener erster Kuss lässt Reginas letzte Zweifel restlos verschwinden, die beiden schweben auf Wolke Sieben. Doch die Uhr holt die Verliebten bei jedem Rendezvous grausam zurück auf den harten Boden der Realität. Um 24 Uhr muss Eckhard mit seinem Tagesvisum Ost-Berlin verlassen haben. Fortan wandern innige Briefe von einer Seite der Grenze auf die andere - und werden nicht nur von den beiden Liebenden gelesen. Die Staatssicherheit hat längst ein wachsames Auge auf die deutsch-deutsche Zweisamkeit. Dass das junge Paar einen gemeinsamen Kurzurlaub in Prag plant, wird ihnen schließlich zum Verhängnis, ausgerechnet im brisanten Jahr 1968. Regina wird im Studentenwohnheim verhaftet. Sie ahnt nicht, weshalb. Zwei Jahre später erst treffen sie sich am Balaton wieder. Im umgebauten Tank eines roten Ford Mustang überwindet sie drei Ländergrenzen. Was beide empfanden, als sie sich nach dieser Odyssee endlich im Westen in die Arme nehmen konnten, können Regina und Eckhard bis heute kaum in Worte fassen. Regina und Eckhard Albrecht heiraten 1972. Ihre grenzenlose Liebe ist "das Beste, was uns je passieren konnte".

Grenzenlose Liebe - Rendezvous im Schatten der Mauer
Regie: Ulrike Brincker, Dokumentation, D 2008, 45 Minuten


Phoenix, 23.05: Spendenorgan gesucht… Warum geben so schwer fällt
Die Spende eines Organs bleibt eine schwere, eine einsame Entscheidung. Seit über zwei Jahren ist Torben schwer krank. Er leidet an einer Immunkrankheit, die seine Organe zerstört. Wenn er nicht bald eine neue Lunge bekommt, wird er ersticken. Doch viele, die wie Torben auf ein neues Organ warten, sterben, bevor sie eines bekommen.

Spendenorgan gesucht... Warum geben so schwer fällt
Regie: Petra Nagel, Britta Windhoff, Reportage, D 2012, 45 Minuten


ServusTV, 23.10: Glastonbury – The Mud. The Music. The Madness (1/2)
Das kleine Städtchen Glastonbury hat neben all seiner Anziehungskraft auf Esoterik und Genießer englischer Lebensart auch Europas eigenwilligstes und am längsten existierendes Musikfestival zu bieten. Das Motto: große Bands, Hippies, Rocker, Freaks und der ganz normale Wahnsinn. Regisseur Julien Temple hat Material aus mehr als 35 Jahren Glastonbury gesammelt und zu einer einzigartigen Doku verwoben.

Glastonbury - The Mud. The Music. The Madness (1/2)
Regie: Julien Temple, Dokumentation 2006, 80 Minuten


rbb, 23.30: Grenzenlose Liebe  - Und plötzlich war die Mauer da
Es ist der Morgen des 13. August 1961. Hartmut und Gerda Stachowitz verbringen ein gemeinsames Wochenende in Hartmuts Wohnung in Westberlin. Ihr kleiner Sohn ist zuhause bei Gerdas Eltern im Ostteil der Stadt. Doch die romantische Zweisamkeit der jungen Eheleute wird jäh beendet. Im Radio hören sie vom Bau der Mauer. Nur langsam begreifen sie, dass von nun an Stacheldraht die Stadt zerreißt. Gerda packt die Panik. Fluchtartig verlässt sie die Wohnung, um zu ihrem Kind zu eilen. Hartmut bleibt im Westen. Eine folgenschwere Entscheidung.

Grenzenlose Liebe - Und plötzlich war die Mauer da
Regie: Roland May, Dokumentation, D 2004, 45 Minuten


Phoenix, 01.05 (Do-Fr): Kaufen für die Müllhalde
Bei zahlreichen Produkten ist der Verschleiß vorprogrammiert. Seien es Glühbirnen, Computer oder Handys, der Kunde soll ein defektes Gerät nicht reparieren können sondern ein Neues anschaffen. Diese beabsichtigte eingeschränkte Lebensdauer nennt man "geplante Obsoleszenz". Die Dokumentation geht dem Phänomen nach und wirft einen kritischen Blick auf die moderne Wegwerfgesellschaft.

Kaufen für die Müllhalde
Regie: Cosima Dannoritzer, Dokumentarfilm, F 2011, 75 Minuten

 

 

(Katja Silberzahn | Quellen und Fotos: alle o.g. Sender und Webseiten, tvtv.de | Änderungen im Programm möglich)

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