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TV-Tipps 3. August: Deutsche Geschichten

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Deutsche Kolonien - Vom Entdecker zum ErobererZur Einstimmung auf das bevorstehende Wochenende empfehlen wir zwei Geschichts-Dokumentationsreihen: Einmal, die ZDF-Reihe "Deutsche Kolonien". Die dreiteilige Reihe erzählt die Vorgeschichte, den Verlauf und die bis heute weit reichenden Folgen deutscher Kolonialgeschichte. Alle drei Folgen sind heute ab 20.15 auf Phoenix zu sehen. Zum Zweiten, die Reihe "Unsere 50er Jahre - Wie wir wurden, was wir sind", das ist deutsche Zeitgeschichte spannend erzählt anhand von dokumentarischen Familien- und Alltagsgeschichten. Ab 23.15 auf WDR.

 

Freitag, 3. August

Phoenix, 20.15: Deutsche Kolonien (1/3) Vom Entdecker zum Eroberer
Die dreiteilige Reihe erzählt die Vorgeschichte, den Verlauf und die bis heute weit reichenden Folgen von 35 Jahren deutscher Kolonialgeschichte anhand bewegender Ereignisse und Einzelschicksale. Welche Rolle spielten Abenteurer und Forscher, Missionare und Kaufleute, bevor aus Überseehandelsposten mit Hilfe von Politik und Militär deutsche Schutzgebiete und Kolonien wurden?

Phoenix, 21.00: Deutsche Kolonien (2/3) Afrika brennt
Diese Folge beschäftigt sich mit zwei düsteren Kapiteln deutscher Kolonialgeschichte: der brutalen Niederschlagung des Herero-Aufstandes 1904 in Namibia und dem Maji-Maji-Aufstand in Tansania 1905, der sich gegen die gnadenlose Ausbeutung der Schwarzen erhob und im Deutschen Reich Neuwahlen zur Folge hatte, die sogenannten "Hottentottenwahlen".

Phoenix, 21.45: Deutsche Kolonien (3/3) "…und morgen die ganze Welt!"
Voller Zuversicht waren die Deutschen 1914 zu den Fahnen geeilt, nicht nur im Reich, sondern auch in ihren so genannten Schutzgebieten in Afrika, der Südsee und China. Doch vom erträumten Weltreich waren schon wenige Wochen nach Kriegsbeginn nur noch kümmerliche Reste übrig. Hitler belebte den Traum von den deutschen Kolonien neu, doch die Niederlagen der deutschen Truppen an vielen Fronten veranlassten ihn 1943, alle Planungen für Afrika aufzugeben.

Deutsche Kolonien 1-3
Regie: Gisela Graichen, Peter Prestel, D 2005, Dokumentationsreihe, jeweils 45 Minuten

Mehr zum Thema:
Schwarzweisses made in Germany - Das Afrikabild im deutschen Dokumentarfilm



Unsere 50er Jahre - Wie wir wurden, was wir sindWDR, 23.15: WDRdok - Unsere 50er Jahre - Wie wir wurden, was wir sind: Sehnsucht nach Freiheit (3/6)
Anfang 1953 beginnt es in der DDR zu brodeln. Materiell kann das Land mit der Bundesrepublik nicht mithalten, Demokratie und Pressefreiheit haben sich als leere Phrasen erwiesen. Am 17. Juni rebelliert das Volk. Gisela Heller arbeitet als junge Journalistin beim Radio in Berlin. Der 17. Juni erschüttert das Weltbild der glühenden Sozialistin. Sie muss sich entscheiden: Für das rebellierende Volk - oder für den Sozialismus. Der Aufstand erreicht auch Halle. Dort wartet Rose Brock auf die Rückkehr ihres Vaters. Der sitzt aus politischen Gründen im Gefängnis, in Bautzen. Der 17. Juni macht ihr Hoffnung - doch dann kommen die sowjetischen Panzer. Manfred Körtgen lebt in Aachen, in einem katholischen Kinderheim. Die Eltern haben sich getrennt, die Mutter will mit einem anderen Mann ein neues Leben beginnen. Im Heim regieren die Nonnen, ohne jede Ausbildung. Die Strafen für kleinste Vergehen sind hart, Prügel an der Tagesordnung.

WDR. 00.00: WDRdok  - Unsere 50er Jahre - Wie wir wurden, was wir sind: Licht und Schatten (4/6)
Mitte der 50er Jahre richtet man sich in Deutschland ein. Der Krieg scheint vergessen, die Nazi-Diktatur ein böser, vergangener Spuk. Im Westen hat man Grund zum jubeln: Die Nationalmannschaft wird Weltmeister, die Wirtschaft boomt, wir sind wieder wer. Jakob Horowitz lässt die Vergangenheit nicht ruhen. Er hat den Holocaust überlebt und in Israel eine neue Heimat gefunden. Nach Deutschland will er nie wieder zurück. Doch dann wird er krank - und in Israel kann man ihm nicht helfen. Der Vater von Rose Brock sitzt aus politischen Gründen im Gefängnis. Die Mutter hält die Familie in Halle seit Jahren allein über Wasser, doch die letzten Jahre haben sie ausgelaugt. Der Ärger mit den Behörden, die ständige Angst, der dauernde Kampf ums Überleben. Ihr scheint nur eine Alternative zu bleiben: Der Westen. Die Brüder Parpalioni aus Westfalen sind Schausteller und ziehen von Jahrmarkt zu Jahrmarkt. Mit ihrer Berg- und Talbahn haben sie vor allem bei den Jugendlichen Erfolg, denn sie spielen Rock'n'Roll und Boogie Woogie - bis die Behörden die Musik verbieten.

Unsere 50er Jahre - Wie wir wurden, was wir sind
Regie: Jan Schütte, Thomas Kufus, Dokumentationsreihe, 45 Minuten
Teil 5 & 6 am 10. August ab 23.15 Uhr

 

 

 

(Katja Silberzahn | Quellen und Fotos: alle o.g. Sender und Webseiten, tvtv.de | Änderungen im Programm möglich)

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