Dienstag, 17. Juli 2012
Arte, 20.15: Klima konkret
Überall wird zwar vom Klimawandel geredet und vor seinen Folgen gewarnt aber Maßnahmen, ihn zu verlangsamen, werden kaum ergriffen, sie sind zu teuer. Aber wie lange können es sich Wirtschaft, Politik und Gesellschaft noch leisten, Erderwärmung, steigende Meeresspiegel und schmelzende Gletscher zu ignorieren? Die Dokumentation zeigt, wie sich der Klimawandel im Schweizer Ort Grindelwald auswirkt, was getan wird, ihn abzumildern und wie eine wirksame Klimapolitik aussehen könnte.
Klima konkret
Regie: Udo Vieth, Dokumentation, CH 2012, 40 Minuten, ZDF, Wiederholungen: 20.07.2012 um 14:30
Arte, 21.00: Klimawelten
Ein junges Forschungsteam der Universitäten Bielefeld und Essen mit dem Namen "Klimawelten" möchte wissen, wie jene Menschen die Folgen der Erderwärmung wahrnehmen, die schon jetzt unter vermehrten Stürmen, Dürre, Trinkwassermangel oder schmelzendem Eis leiden. Und wie gehen sie mit den Folgen des Klimawandels um? Der Dokumentarfilm begleitet zwei Nachwuchswissenschaftlerinnen an zwei sehr unterschiedliche Orte: einmal auf die Kapverdische Insel Boa Vista und einmal nach Churchill in die Hudson Bay am Rand der kanadischen Arktis.
Klimawelten
Regie: Christina Tink Diaz, Dokumentation, D 2012, 65 Minuten, ZDF, Wiederholungen: 20.07.2012 um 15:15
Arte, 22.05: Aus heiterem Himmel - Die Royal Air Force verteidigt die Heimat (1/4)
Die britische Royal Air Force leistete der deutschen Luftwaffe während des Zweiten Weltkrieges erfolgreich Widerstand und konnte trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit die Luftschlacht um England für sich entscheiden. Die vierteilige Dokumentationsreihe lässt Zeitzeugen zu Wort kommen, die die dramatischen Ereignisse aus ihrer persönlichen Sicht lebendig werden lassen. Im Mittelpunkt des ersten Teils steht Sir Hugh Dowding, der während der entscheidenden Luftgefechte im Sommer 1940 den Oberbefehl über die Royal Air Force innehatte und dessen erfolgreiche Strategie ihn in England zum Helden werden ließ.
Aus heiterem Himmel - Die Royal Airforce verteidigt die Heimat
Regie: Stephen Saunders, Dokumentationsreihe, GB 2006, 45 Minuten, Arte F, Wiederholungen: 25.07.2012 um 10:30
Arte, 22.50: Aus heiterem Himmel - Die Royal Air Force verteidigt die Heimat (2/4)
Die britische Royal Air Force leistete der deutschen Luftwaffe während des Zweiten Weltkrieges erfolgreich Widerstand und konnte trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit die Luftschlacht um England für sich entscheiden. Die vierteilige Dokumentarfilmreihe lässt Zeitzeugen zu Wort kommen, die die dramatischen Ereignisse aus ihrer persönlichen Sicht lebendig werden lassen. Im zweiten Teil kommen Frauen zu Wort, die für die Royal Air Force tätig waren. Während einige von ihnen in Radarräumen arbeiteten, ließen sich andere als Kampfpilotinnen ausbilden.
Aus heiterem Himmel - Die Royal Air Force verteidigt die Heimat (2/4)
Regie: Stephen Saunders, Dokumentationsreihe, GB 2006, 45 Minuten, Arte F, Wiederholungen: 25.07.2012 um 11:20
Phoenix, 22.15: 1948 – Jüdischer Traum, arabisches Trauma – wie Israel entstand
14. Mai 1948. Ein schicksalhafter Tag für Juden und Araber, dessen Auswirkungen bis heute die Weltpolitik bestimmen. Für die Juden geht an diesem Tag das 2000jährige Exil zu Ende - der Staat Israel wird ausgerufen. Für die Palästinenser steht dieses Datum als Symbol für die Nakba - die massenhafte Flucht und Vertreibung aus ihren Dörfern und Siedlungen. Der Film beleuchtet die historischen Ereignisse anhand sieben persönlicher Schicksale.
1948 – Jüdischer Traum, arabisches Trauma – wie Israel entstand
Regie: Gabriela Hermer, Dokumentation, D 2008, 45 Minuten
DasErste, 22.45: München 1970
Fast jeder erinnert sich an das Attentat auf die israelische Olympiamannschaft 1972 in München vor 40 Jahren. Dass München aber bereits zweieinhalb Jahre zuvor schon einmal wegen Terroranschlägen im Blickpunkt der Öffentlichkeit gestanden hat, weiß hingegen kaum noch jemand: Flugzeugentführungen, Paketbomben und ein Brandanschlag. Weder die versuchte Entführung einer EL AL Maschine am 10. Februar 1970 mit einem Toten und mehreren Schwerverletzten noch die Brandstiftung in einem jüdischen Altenheim drei Tage später mit sieben Toten, die meisten Holocaustüberlebende, noch der doppelte Bombenanschlag auf zwei Flugzeuge der Austrian Airline und der Swissair am 21. Februar 1970 sind im Gedächtnis, obwohl es sich um die größte antisemitische Anschlagserie handelt, die es in Deutschland nach dem Ende des Nationalsozialismus gegeben hat. Im Mittelpunkt der sehr persönlich gehaltenen Filmdokumentation von Georg M. Hafner steht ein Opfer, das das Pech hatte, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein: ein Passagier der Swissair Maschine, der als Fernsehjournalist über den Nahost-Konflikt berichtete und auf dem Weg nach Tel Aviv war - Rudolf Crisolli, der Onkel des Autors. Der Film zeigt eindrucksvoll, dass die blutigen zwölf Tage im Februar 1970 eine Warnung hätten sein müssen.
München 1970
Regie: Georg M. Hafner, Dokumentarfilm, 90 Minuten
Phoenix, 23.00: Turban und Hakenkreuz
Der ehemalige Mufti von Jerusalem Mohammed Amin al-Husseini - heute eine umstrittene Figur der islamischen Welt - galt in den 20er bis 40er Jahren als bedeutende politische und religiöse Autorität der Palästinenser. Sein Antisemitismus ließ ihn ab 1937 offen mit denationalsozialisten kollaborieren. So lebte al-Husseini zu Beginn der 40er Jahre in Berlin und unterstützte die Nazis mit seinem Einfluss, den er als religiöses Oberhaupt der arabischen Muslime und als deren politischer Führer genoss. Das Porträt erzählt eine nahezu unbekannte Geschichte.
Turban und Hakenkreuz
Regie: Heinrich Billstein, Dokumentation, D 2009, 55 Minuten
(Katja Silberzahn | Quellen und Fotos: alle o.g. Sender und Webseiten, tvtv.de | Änderungen im Programm möglich)