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Doku-Tipp: Das Herz von Jenin

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FilmbildDer Dokumentarfilm "Das Herz von Jenin" von Marcus Vetter erzählt die tragische Geschichte des Jungen Ahmed Khatib, der 2005 von einem israelischen Soldaten erschossen wurde. Ahmeds Eltern beschlossen schließlich schweren Herzens die Organe ihres Sohnes israelischen Kindern zu spenden. Eine schwierige Entscheidung, die aber letztendlich half Freundschaften zu schließen und Vorurteile zu überwinden.

 

SWR, Montag, 4. März, 23.30 Uhr

 

Der Film hat eine Vorgeschichte: Am 5. November 2005 erschießt ein Soldat der israelischen Armee im Flüchtlingslager Jenin den zwölfjährigen palästinensischen Jungen Ahmed Khatib, der mit einem Plastikgewehr spielt. In seinem großen Schmerz entscheidet sich sein Vater Ismael dafür, die Organe seines Sohnes israelischen Kindern zu spenden.

Der Film erzählt die Ereignisse von damals und begleitet Ismael Khatib auf seiner Reise zu den Kindern, die Dank der Organspende überlebt haben, darunter Menuha, die Tochter einer jüdisch-orthodoxen Familie aus Jerusalem. Menuhas Vater Yaakov hatte noch während der Transplantation gegenüber Reportern geäußert, er sei unglücklich darüber, dass seine Tochter nun mit dem Organ eines Arabers leben muss. Doch durch die Güte und Besonnenheit von Ahmeds Vater, sind die beiden Familien nun für immer verbunden.

Bei den Dreharbeiten entstand die Idee zum Projekt "Cinema Jenin", welches die Renovierung und Wiedereröffnung des seit 1987 geschlossenen Kinos von Jenin zum Ziel hatte. Das Kino wurde im August 2010 wiedereröffnet und bringt hoffentlich etwas Normalität zurück in eine zerrissene Gesellschaft.
Dieses Projekt begleitet Marcus Vetter wiederum mit der Dokumentation "Nach der Stille", bei welcher Jule Ott und Stephanie Bürger die Regie übernommen haben. Der Film kommt voraussichtlich 2011 in die Kinos.

Marcus Vetters letzter Film war die 90-minütige Dokumentation "Hunger", die im Rahmen der ARD-Themenwoche "Essen ist Leben" im Ersten gezeigt wurde. Gemeinsam mit Karin Steinberger hatte Vetter fünf Länder auf der Suche nach den Ursachen und Auswirkungen von Hunger bereist. "Hunger" ist eine Produktion der Eikon Filmproduktion im Auftrag des SWR.

 

Mehr Informationen zu diesem Thema:
Website Cinema Jenin
Lola für "Herz von Jenin" (dokumentarfilm.info 23.4.2010)
"Der wichtigste deutsche Filmpreis" (dokumentarfilm.info vom 23.4.2010)

 

(Thomas Schneider / Quelle: SWR, Foto: Eikon)

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25. Mai 2013

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