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Dokville - Branchentreff Dokumentarfilm

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Dokumentarfilm plus: AngeDOKt denkt Filme multimedial

Nach 2017 ist das neue Dokville-Format »AngeDOKt« zum Auftakt des zweiten Tages von Dokville 2018 wieder auf der Suche nach sinnvollen und gewinbringenden Verbindungen aus Dokumentarfilmen, Büchern und Web-Anwendungen. Moderatorin Dörthe Eickelberg hat zum Gespräch drei Experten zu zwei Film-, Buch- und Gameprojekten versammelt.

 

Einleitend hält Herman Pölking einen Vortrag zum Thema »Multimedial arbeiten«. Für Pölking ist das eine gängige Praxis. Zu allen seinen Filmen - zuletzte das mehrstündige Werk »Wer war Hitler« - veröffentlicht er auch Bücher. »Diese Praxis dient mir in gewisser Weise auch als Absicherung. Falls ich im Film etwas vergessen habe, kann man das gerne im Buch nachlesen bevor man den Film kritisiert«, begründet Herman Pölking sein Denk- und Arbeitsweise.

Im Anschluss gibt Dr. Patrick Oelze einen Einblick in die Sicht der Verlage und plädiert, zeitgleich gemeinsame Projektentwicklungen zu betreiben. Daniel Wagner hat für den Dokumentarfilm »Das Kongo Tribunal« ein frei zugängliches Online-Game entwickelt. Das Spiel wird aus der Ego-Perspektive erzählt. Dabei schlüpft der User in die Rolle eines Zeugen des Tribunals und durchläuft eine 15 Minuten lange Reise, die auf den Dokumentarfilm basiert. Multimediale Formate dienen vor allem auch der Zielgruppenerweiterung.

Auf die Frage an Daniel Wagner, wie man einen Bildungsbürger mit 60plus dazu bringt das Spiel zu spielen, antwortet er: »Ist das mein Ziel? Ich mache mein Spiel nicht für eine bestimmte Zielgruppe, aber versuche es an die verschiedensten Gruppen heranzubringen.« Dies unterstreicht Dr. Oelze und sieht Parallelen im Verlagswesen: »Wichtig ist die Stärke des Mediums so gut wie möglich auszuspielen, nicht das Medium an etwas anzupassen.«

(Johanna Gabor)

Tags: Dokville 2018

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