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Cameraperson: Ein filmisches Vermächtnis

Dokville 2017: Persönliche Archive im Fokus

Kirsten Johnson hat sich mit dem vielfach preisgekrönten Dokumentarfilm »Cameraperson« einer neuen Art des Filmemachens bedient: Sie schuf so gesehen einen autobiographischen Kompilationsfilm, der sich jedoch gegensätzlich zur bisherigen Einbindung verschiedenster Archive, vollständig aus dem eigenen Heimarchiv der Autorin speiste. Die Kamerafrau und Filmemacherin berichtete bei Dokville 2017 via Skype im Gespräch mit Dokville-Kuratorin Astrid Beyer von ihrer Arbeit.

Kirsten Johnson (links) im Gespräch mit Dokville-Kuratorin Astrid Beyer (rechts) © HDF / Sabine Hackenberg
Szenen aus »Cameraperson« © Kirsten Johnson

 

Als Kamerafrau hat Kirsten Johnson in 25 Jahren die ganze Welt bereist, Jacques Derrida begleitet oder für Filmemacher wie Laura Poitras »Citizen Four« und für Michael Moore »Fahrenheit 9/11« die Bilder eingefangen.

Der Dokumentarfilm »Cameraperson« war für 32 Auszeichnungen nominiert und gewann 22 Preise. Unter anderem wurde er mit dem Hauptpreis der Jury beim Sheffield Doc/Fest ausgezeichnet sowie für den besten internationalen Dokumentarfilm beim Zürich Film Festival 2016 und als Dokumentation des Jahres bei den London Critics Circle Film Awards 2017 nominiert.

Der Anfang des Films: Ein Schäfer reitet neben seinen Schafen auf einem Pfad in Bosnien, auf einer amerikanischen Landstraße schlägt ein Blitz ein, ein junger Boxer bereitet sich in New York auf seinen Kampf vor. Diese und viele andere Momente hat Kirsten Johnson mit ihrer Kamera eingefangen. In ihrem Dokumentarfilm "Cameraperson" verwebt sie Rohmaterial von Aufnahmen, die sie zum Nachdenken über ihren Beruf gebracht und ihre Einstellung dazu verändert haben.

Sie stellt ihrem Film eine Art Prolog voran. »For the past 25 years I’ve worked as a documentary cinematographer. I originally shot the following footage for other films, but here I ask you to see it as my memoir. These are the images that have marked me and leave me wondering still.«

Während der Arbeit an “Cameraperson” stellten sich ihr viele Fragen: Was bedeutet es, jemand anderen zu filmen? Was passiert beim Filmen mit den Menschen vor und hinter der Kamera? Johnson geht es vor allem um die Beziehung zwischen Bildermachern und ihren Subjekten, dabei reflektiert sie über ungefilterte Realität und gestaltete Erzählung. "Cameraperson" verbindet dokumentarische, autobiografische und ethische Untersuchungen: ein bewegender Einblick in die persönlichen Erfahrungen einer Kamerafrau sowie in dokumentarisches Arbeiten, dessen Auswirkung und Bedeutung.

Am zweiten Dokville-Tag sprach Kirsten Johnson via Skype mit Astrid Beyer, der Kuratorin von Dokville, über ihre Arbeit an »Cameraperson«, über ganz persönliche Momente in der Auseinandersetzung mit dem Rohmaterial und ihre Definition als Dokumentarfilmerin.

(Astrid Beyer)

Tags: dokville, Dokville 2017