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  • Mit dem Dokumentarfilm »Bilderkrieg« von Konstantin Flemig startete der Südwestrundfunk 2016 die damals 16. Staffel der Reihe »Junger Dokumentarfilm«. Der Dokumentarfilm von Konstantin Flemig und seinem Team der Filmakademie Baden-Württemberg folgt einem Protagonisten, der als Fotojournalist den Tod in Kriegsgebieten dokumentiert, aber selbst davon kaum leben kann. Krieg, heißt es an einer Stelle, interessiere keinen - ganz anders als zum Beispiel Katzen. Als sehenswerte Wiederholung in der Nacht zum Freitag im SWR.

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  • Das, was der junge Wuppertaler Sebastian in den Jahren 2014 bis 2017 erlebt hat, lässt sich nicht in 30 Minuten erzählen. Die Kurzdokumentation »Sebastian wird Salafist« von Ghafoor Zamani versucht es dennoch und ergänzt damit den 180 Minuten langen TV-Film-Zweiteiler »Brüder«. Der SWR wiederholt am Donnerstagabend die Dokumentation, für die man sich aber wesentlich mehr Zeit gewünscht.

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  • Ende April 2018 wird wieder der Deutsche Filmpreis vergeben - die mit knapp drei Millionen Euros dotierten »Lolas«. Die elfköpfige Jury für die Sparte Dokumentarfilm ist mit der Vornominierung bereits fertig: 14 Dokumentarfilme wurden aufgerufen. Darunter befinden sich ebenso »sichere Kandidaten« wie einige Überraschungen.

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  • Der deutsch-französische Sender Arte wiederholt vom 14. bis zum 16. Dezember 2017 den wohl wichtigsten Doku-Mehrteiler des Jahres - wenn auch in einer Zeit jenseits der Bettgrenze. Danach verbleibt die höchst sehenswerte Serie, die in diesem Jahr mit dem Doku-Oscar ausgezeichnet wurde, bis Ende des Jahres noch in der Arte-Mediathek. Manche Chancen bieten sich ein zweites Mal – und wenigstens dann sollte man sie ergreifen. 

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  • Die Filmemacherin Sigrid Faltin nähert sich Alltagsproblemen mit entwaffnender Gründlichkeit und berühmten Personen mit gründlicher Gelassenheit. Zum 75. Geburtstag der Schauspielerin und Sängerin Erika Pluhar drehte sie vor drei Jahren den sehenswerten Dokumentarfilm »Trotzdem. Mein Leben«. Zu sehen ist der Film bis Dezember 2018 in der SWR Mediathek.

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  • Während der im Januar 2018 stattfindenden ISA Longboard Weltmeisterschaften in China wollen die teilnehmenden SportlerInnen aus Deutschland einen dokumentarischen Kurzfilm drehen. Dieser Film soll Aufmerksamkeit für die Belastung der Meere durch Plastikmüll schaffen. Unter dem Titel »athletes against plastic« haben sie ein Crowdfunding-Projekt gestartet.

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  • Die ARD-Vorsitzende Karola Wille hat sich bei einer Veranstaltung des Grimme-Instituts zum Stellenwert des langen Dokumentarfilms im öffentlich-rechtlichen Fernsehen bekannt. In der Deutschen Kinemathek nahm sie an einer Debatte zum Langen Dokumentarfilm teil. Ein Bericht von Manfred Hattendorf, dem ehrenamtlichen Vorstandsvorsitzenden des Hauses des Dokumentarfilms und Leiter der Abteilung Film und Planung beim Südwestrundfunk.

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  • So sicher wie in jedem Umschlag auch immer die richtigen Gewinner stecken - wir erinnern uns an die diesjährige Preisverleihung -, wird es auch im kommenden Jahr wieder die Oscars geben. Für die Langen Dokumentarfilme (»Documentary Features«) hat die Academy of Motion Picture Arts and Sciences nun die Shortlist mit 15 Nominierten verkündet. Darunter ist auch »Die letzten Männer von Aleppo« des syrischen Regisseurs Feras Fayyad und seines dänischen Ko-Regisseurs und Cutters Steen Johannessen.

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  • Wie kommen Steuerflüchtlinge, Schwarzgeldwäscher, korrupte Staatschefs eigentlich in ihr Off-Shore-Finanzparadies? Sie nutzen die Dienste einer Bank mit »speziellen Finanzdienstleistungen«. Als führendes Haus, das »bei allen krummen Sachen dabei ist«, benennt der Dokumentarfilm »Die Skandalbank« (am Dienstag als Erstausstrahlung bei Arte) die in Hongkong sitzende HSBC. Ein zutiefst beunruhigender Film über die hässlichste Fratze des Kapitalismus.

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Filmische Reise in die Freiburger Vergangenheit

Zum ersten Mal beteiligte sich das Kommunale Kino Freiburg kürzlich an der Langen Museumsnacht in der badischen Metropole. Es wurde gleich ein großer Erfolg mit über 400 Besucherinnen und Besuchern über den Abend. Gezeigt wurden verschiedene historische Filme zu Freiburg aus der Landesfilmsammlung Baden-Württemberg. Jörg Schöning (Cinegraph Hamburg) führte Gespräche mit verschiedenen Gästen, die aus verschiedenen Perspektiven Details zu den Filmen erläuterten. Weitere Filme von Kulturfilmes Wolf Hart rundeten das Programm ab.

Fotos: Abbildung der DVD »Freiburg. Der Film. Die Geschichte«, rechts: Sabine Rech im Gespräch über die Filme ihres Vaters Wolf Hart © HDF/Kay Hoffmann

Fotos: Abbildung der DVD »Freiburg. Der Film. Die Geschichte«, rechts: Sabine Rech im Gespräch über die Filme ihres Vaters Wolf Hart © HDF/Kay Hoffmann

Vom bekannten Kulturfilmer Wolf Hart wurden bei der Langen Freiburger Museumsnacht die beiden Filme »Freiburg. Ein Stadtporträt« (1969) zum 850. Stadtjubiläum und »Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?« (1939) präsentiert. Darin wird die Stadt aus Sicht eines Schornsteinfegers erzählt, der vom Vater von Wolf Hart gespielt wurde. Der Kulturfilm ist stark gestaltet und die Bilder kunstvoll arrangiert. Wolf Harts Tochter Sabine Rech erzählte einige Anekdoten zu den Dreharbeiten und zum Stil ihres Vaters, der sich in späteren Jahren dem Fernsehen mehr oder weniger verweigerte.

Der eigentlich stumme Amateurfilm »Zerstörung, Wiederaufbau, Alltag: Freiburg 1940-1950« (1950) von Rudolf Langwieler wurde in einer vertonten Fassung gezeigt, die für eine DVD-Veröffentlichung des Hauses des Dokumentarfilms  entstand. Den Kommentar mit vielen stadthistorischen Details lieferte Günther Wolf vom Stadtarchiv, der auch an diesem Abend auf einige Aspekte der Dreharbeiten einging. So wurde die Sequenz des Luftangriffs im November 1944 mit Trickaufnahmen gestaltet. Für die Aufnahmen vom zerstörten Freiburg gehörte einiger Mut, denn dies war explizit verboten.

Warum man in den Aufnahmen vom Alltag im Jahr 1940 keinerlei NS-Symbole sieht, erklärte Wolf mit zwei möglichen Begründungen. Entweder sei Langwieler kein Freund der Nationalsozialisten gewesen und habe es bewusst vermieden, ihre Insignien zu zeigen. Oder die französische Besatzung verlangte entsprechende Schnitte vor einer öffentlichen Vorführung 1950.

Kay Hoffmann vom Haus des Dokumentarfilms stellte die Filme in einen größeren Zusammenhang der damaligen Kultur- und Amateurfilmproduktion. Die Filme wurden an dem Abend mehrfach auf Wunsch des Publikums wiederholt. Insgesamt eine sehr gelungene Premiere der Langen Museumsnacht im Kommunalen Kino Freiburg.

Übrigens:
Über die Landesfilmsammlung Baden-Württemberg sind die an diesem Abend gezeigten Filme als DVD-Neuveröffentlichungen erhältlich.
Mehr dazu unter www.filmreise.info.

(Kay Hoffmann)

Tags: doknews

Foto: Lange Museumsnacht in Freiburg im Kommunalen Kino © Hoffmann/Archiv

Foto: Lange Museumsnacht in Freiburg im Kommunalen Kino © Hoffmann/Archiv