DFG-Workshop zur
Berliner Videobewegung

Ende April 2018 fand im Berliner Projektraum Glaskiste auf dem ExRotaprint-Gelände der Workshop »Wer nicht produziert, lebt reduziert!«. Das DFG-Projekt »Geschichte des dokumentarischen Films in Deutschland 1945 bis 2005« hatte bei diesem Treffen die »Alternative Medienarbeit in Berlin West und Ost« im Fokus. Wir dokumentieren mit einem Vortrag des Berliner Publizisten Dr. Thomas Beutelschmidt diesen Workshop. Weitere Beiträge zu dieser wissenschaftlichen Arbeit im dokumentarischen Genre sind geplant.

Über zwanzig Zeitzeugen, Wissenschaftler und Publizisten diskutierten am 20. April 2018 in Berlin über die Video-Bewegung von damals und schlugen einen Bogen zur aktuellen Situation des Video-Aktivismus.

 

 

Der Workshop wurde kuratiert von dem Berliner Publizisten Dr. Thomas Beutelschmidt und Dr. Kay Hoffmann vom Haus des Dokumentarfilms in Stuttgart. In seinem Einführungsvortrag gab Beutelschmidt einen kurzen Überblick über die damalige Videoszene in Berlin, lieferte den gesellschaftlichen Kontext.

Wir veröffentlichen hier seinen leicht überarbeiteten Beitrag. Weitere Beiträge zu diesem Workshop werden folgen.


 

»Wer nicht produziert, lebt reduziert!«
Alternative Medienarbeit in Berlin West und Ost

Von Thomas Beutelschmidt

Die Elektronikindustrie eröffnete seit Ende der 1960er Jahre mit erschwinglicher Videotechnik ein neues Marktsegment unterhalb des Fernsehstandards und alternativ zum Film. Zur Verfügung stand fortan ein unabhängiges Kommunikationsmedium, das laut Jean Luc Godard als erstes „Magnetoscope des Amateurs“ für eine alternative Medienarbeit prädestiniert schien.

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Roberto Faenza: Wir fragen nicht mehr um Erlaubnis, deutsche Ausgabe / Cover: B. Haas/Herausgebergruppe Basis Verlag Berlin 1975

 

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Tags: DOK Forschung