Die schöne Schwimmerin ist unheimlich. Die Zeitlupe ihrer Bewegungen macht den Betrachter misstrauisch. Die Musik lässt ihn erschauern und wie die Sportlerin ins Wasser gleitet, um es Zug um Zug kraftvoll zu durchpflügen, erhärtet sich der Verdacht: Ihre Leistungsfähigkeit könnte ein Produkt der Biotechnologie sein. Gendoping ist die neue Wunderwaffe für Leistungssportler. Die Dokumentation des Schweizer Wissenschaftsjournalisten Beat Glogger bekommt durch die Tour de France besondere Aktualität, wo dieses Mal noch kein Dopingfall nachgewiesen wurde.
arte, Freitag, 30. Juli, 21.50 Uhr
Über den Bosporus, an der Nahtstelle von Europa und Asien, am Tor zur türkischen Metropole Istanbul - da spannt sich die Bosporusbrücke. Sie ist nicht nur für den Verkehr da, sie wird auch von Fußgängern benutzt. Und sie bietet Lebensraum und Arbeitsort für Überlebenskünstler. Regisseurin Aslι Özge hat drei dieser Menschen für ihren Dokumentarfilm "Men on the bridge" begleitet.
Kinostart: 22. Juli 2010
Erst die Nominierung für den Deutschen Dokumentarfilmpreis, dann der Triumph beim Deutschen Filmpreis - doch die Reise von "Das Herz von Jenin" ist nicht beendet. Der von Eikon für den SWR produzierte Dokumentarfilm hat nun auch eine Nominierung für den amerikanischen Filmpreis "Emmy" auf der Habenseite. Der 90-minütige Dokumentarfilm ist bei den diesjährigen 31. "News and Documentary Emmy Awards" in der Kategorie "Outstanding Informational Programming Long Form" nominiert. Die Preise werden am 27. September in New York verliehen.
Der Filmemacher Rosa von Praunheim, eine nicht immer unumstrittene Gallionsfigur der deutschen Schwulenszene, hat in den letzten Jahren einen erstaunlichen Wandel durchlebt. In seinen jüngsten Filmen hat er scheinbar an Tiefgang gewonnen, indem er auf sich selbst schaut, auf seine Geschichte und somit auch auf die Rosa gefärbten Jahrzehnte. Auch in "New York Memories" - ein Titel, wie ihn Woody Allen hätte nutzen können - geht der Blick nur kurz zurück, dafür ins ins Heute. Nicht im Zorn, aber noch immer gierig.
Kinostart: 15. Juli 2010
Winfried Junge ist ein Dokumentarfilmer, der viel Herz in seine Filme investiert. 1961 startete er ein einzigartiges Projekt: "Lebensläufe – Die Kinder von Golzow". 46 Jahre lang begleitete Junge den Alltag einer Schulklasse aus Golzow, im Bezirk Frankfurt O. Er dokumentierte ihre Geschichten, ihren Alltag, Freude und Leid. 70 Kilometer Film in 42 Stunden direkt aus dem Leben wie es Geschichten nicht besser erfinden können. Anlässlich des 75. Geburtstages von Winfried Junge zeigt der rbb einige der Golzower Lebenswege.
rbb, donnerstags 15. Juli bis 5. August, 23 Uhr
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